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Weißenhorn

24.01.2020

NKG-Schüler erfinden eine App für den Vertretungsplan

Haben die Vetretungsplan-App am NKG in Weißenhorn entwickelt (von links): Daniel Walther, Fabian Brandl, Korbinian Merkle, Michael Mayer.
Foto: Alexander Kaya

Ein Jahr lang haben vier Schüler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums in Weißenhorn an einer App getüftelt. Sie soll den Schulalltag langfristig erleichtern.

Der Blick auf den Vertretungsplan war für die Schüler des Weißenhorner Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums bisher eine zeitraubende Angelegenheit. Ohne einen umständlichen Log-in-Prozess auf der Website der Schule und die Suche nach der richtigen Klasse ging gar nichts. Ohne eine gute Internetverbindung sowieso nicht. Bald könnte schon ein kurzer Griff in die Hosentasche genügen. Denn vier Zwölftklässler haben eine App entwickelt, die den Vertretungsplan auf das Handy der Schüler schickt.

Die App ermöglicht es allen Schülern der Schule, von ihrem Smartphone aus auf den aktuellen Vertretungsplan zuzugreifen und Änderungen am Stundenplan in Echtzeit abzurufen. Es wird angezeigt, welche Stunden entfallen, welche Raumverschiebungen anstehen und welcher Vertretungslehrer welche Stunde übernimmt. Um die Aktualität des Plans kümmern sich die Lehrkräfte, die App ist mit dem Online-Vertretungsplan gekoppelt. Wenn die Lehrer online Veränderungen vornehmen, wird auch der Plan auf der App aktualisiert.

Die App ermöglicht auch einen Offline-Zugriff

Umgesetzt haben Daniel Walther, Fabian Brandl, Korbinian Merkle und Michael Mayer ihre Idee während eines Seminars der Oberstufe im Leitfach Informatik. Von der Idee bis zu ihrer Fertigstellung verging etwa ein Jahr. Doch nicht nur während des Unterrichts steckten die Schüler viel Arbeit in ihr Projekt. Auch in ihrer Freizeit lernten sie unter anderem neue Programmier-Sprachen für das Layout der App. Geleitet wird das Seminar von Horst Zoll. Es soll die Schüler unter anderem berufs- und studienorientierend unterstützen. Thema des Seminars ist das Programmieren, in der genauen Projektwahl seien die Schüler jedoch ganz frei.

Die Idee für die App kam den vier Schülern sehr schnell, sagen sie. Zu umständlich sei die Bedienung des Vertretungsplans im Internet gewesen. „Uns war es wichtig, etwas zu schaffen, das nachhaltig einen Nutzen für die Schule hat“, berichtet Daniel. Eine Spiele-App zum Beispiel sei kurzfristig zwar interessant, erfülle aber nicht den Nutzen, den sich die vier Jungs sich mit ihrer App erhoffen. Denn die App bringe einige Vorteile mit sich. Unter anderem durch die Mobilität und die einfache Bedienung. Einmal nach der Installation eingeloggt, sei der Zugriff auf die App und somit auch auf den Vertretungsplan um einiges einfacher und schneller als bisher. Außerdem sei es mit der App möglich, den Stand des Vertretungsplans beim letzten Online-Abruf auch offline abzurufen.

Die App könnten bald auch andere Schulen nutzen

Aktuell befindet sich die App noch in der Testphase. Um herauszufinden, wo die Schwachstellen sind und wie man die App noch optimieren kann, wurde sie bisher nur unter den Schülern der zwölften Klasse öffentlich gemacht. Theoretisch kann aber schon jetzt jeder Schüler des NKG, der im Besitz eines Android-Gerätes ist, die kostenlose App installieren. Fabian berichtet jedoch von mehreren Schülern aus unteren Klassenstufen, die die App bereits nutzen und sogar weiterempfehlen würden. Die Gebühr für das Eintragen in den Playstore hat die Schule übernommen. Das Programm auch für das IOS-Betriebssystem verfügbar zu machen, wäre den Aufwand und die Kosten vorerst nicht wert, sagen die Entwickler.

Sie werden im Sommer ihr Abitur machen und können sich deshalb nicht mehr um ihr Projekt kümmern. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass die App von dem folgenden Projekt-Seminar oder anderen freiwilligen Schülern weitergeführt wird. Denn die Schüler des NKG sollen die App noch viele Jahre nutzen können. Sie können sich außerdem vorstellen, die Freeware zu veröffentlichen, damit andere Schulen das Grundgerüst nutzen, und die App an ihren eigenen Vertretungsplan anpassen können.

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