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Neu-Ulm

19.01.2020

Nach Sanierung wieder eingeweiht: Ein Tag der Freude in St. Johann Baptist

Festgottesdienst in St. Johann Baptist (von links): Pfarrer Karl Klein, Diözesanadministrator Bertram Meier, Markus Mattes und Kaplan Andreas Schmid.
Foto: D. Hub

Diözesanadministrator Bertram Meier leitet den Festgottesdienst in St. Johann Baptist. Was er den Gläubigen mit auf den Weg gibt.

Zwar wurde bereits zu Weihnachten in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist nach etwa vierjähriger Renovierungszeit wieder Gottesdienst gefeiert, am gestrigen Sonntag aber wurde die von Dominikus Böhm erbaute Kirche in einem feierlichen, fast zweistündigen Festgottesdienst wieder eingeweiht. Neben Ehrengästen aus der Politik – darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie die frühere Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Beate Merk, OB Gerold Noerenberg und Landrat Thorsten Freudenberger – nahmen so viele Gläubige am Gottesdienst teil, dass etliche keinen Sitzplatz mehr fanden.

Viel Beifall der Gläubigen für den früheren Stadtpfarrer Markus Mattes

Mit Freude war auch Markus Mattes unter den Konzelebranten des von Diözesanadministrator Bertram Meier geleiteten Gottesdienstes. Für sein Engagement von Beginn der Bauarbeiten an erhielt Mattes, der aufgrund einer Erkrankung im vergangenen Sommer sein Amt ablegte und der in Dillingen lebt, von den Gottesdienstbesuchern lang anhaltenden Beifall. Architekt Wolfgang Heisler lobte Markus Mattes als „mutigen Bauherrn“, der die Qualität neuer Ideen – beispielsweise beim Einbau des Johannesfensters und der neuen Apostelleuchten – erkannte.

Für Bertram Meier ist es eine Rückkehr an den Beginn seiner Laufbahn

Für Bertram Meier, der in der Johannes dem Täufer geweihten Kirche über Unterschiede zwischen Jesus und Johannes dem Täufer predigte, war es auch eine Rückkehr an den Ort des Beginns seiner Laufbahn – als Kaplan, später als Stadtpfarrer und Dekan. Für die Zeit, in der er die ersten Schritte seiner Laufbahn tat und während der man ihm ins Stammbuch schrieb, das „Hochgebirge der Theologie“ zu verlassen für die „Niederungen des Pastoral“, sei er sehr dankbar, so Meier. Der Diözesanadministrator rief angesichts dessen, dass die Christen nurmehr „eine große Minderheit“ seien, zum ökumenischen Schulterschluss auf. „Denn nur gemeinsam sind wir stark.“

Die Kirche bedürfe der Reinigung – und zwar nicht nur im Sinn einer äußeren Renovierung, wie sie St. Johann Baptist in so hervorragender Weise erfahren habe, sondern einer inneren Reinigung im Sinne von Ehrlichkeit und Transparenz. Zudem dürfe es nicht darum gehen, Blockaden zu errichten, sondern man müsse Hindernisse beseitigen, damit Menschen in ihren oft gebrochenen Biografien ihren Weg zu Gott finden. Bertram Meier rief die Gemeinde von St. Johann Baptist dazu auf, provokativ zu sein und die Stadtgemeinschaft zu locken.

Was der Architekt Wolfgang Heisler und OB Gerold Noerenberg sagten

Am Ende des Gottesdienstes sprachen der Ulmer Architekt Wolfgang Heisler und Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg Grußworte. Heisler betonte seine Dankbarkeit für den Auftrag der Sanierung einer der bedeutendsten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts, der ein Schlüssel für den modernen Kirchenbau geworden sei, und dankte allen beteiligten Firmen und Handwerkern für ihre Ideen, ihren Sachverstand und ihren Einsatz. Sankt Johann Baptist sei schöner geworden und die Formensprache Dominikus Böhms versteh- und erlebbarer, lobte Gerold Noerenberg, der allen Spendern und Gönnern wie besonders der Julius Rohm-Stiftung dankte, die die Sanierung der kriegs- und statikbedingten Schäden der Kirche mit 400000 Euro gefördert hatte.

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