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25.06.2009

Nach langer Pause endlich wieder Fischerstechen

Ulm/Neu-Ulm Die Vorbereitungen für das erste Fischerstechen nach fünfjähriger Pause laufen auf Hochtouren. Derzeit werden die Tribünen aufgebaut, drei am Ulmer Donauufer und eine auf Neu-Ulmer Seite. 5900 Sitzplätze stehen zur Verfügung, dazu etwa 4000 bis 4500 Stehplätze, je nach Wasserstand. Die Stecher üben längst fleißig für ihren großen Auftritt, ebenso die Fahrer, Tänzer, Musiker und Fahnenschwinger. Mit den Kapellen sind es etwa 350 Teilnehmer, die an den beiden Sonntagen die alte Ulmer Tradition wieder aufleben lassen.

Startschuss für die Festlichkeiten ist am Donnerstag, 9. Juli, mit der sogenannten Verwilligung. Dabei begibt sich eine Abordnung der Schifferzunft in ihren Trachten zum Oberbürgermeister. Der Zunftmeister bittet um die Genehmigung, das Stechen halten zu dürfen. Die Fischer- und Schifferfrauen unterstützen den Antrag mit einem Tablett frischer Donaufische.

Das Fischerstechen findet dann am 12. Juli und am Schwörsonntag, 19. Juli, statt. Um 9.30 Uhr versammeln sich die Teilnehmer des großen Festzugs auf dem Saumarkt und ziehen dann drei Stunden lang durch die Altstadt, wo auf sieben verschiedenen Plätzen die Fischertänze, wie der Bauer- und Bäuresmarsch oder das Menuett, aufgeführt werden. Die Festzüge verlaufen an den beiden Tagen auf verschiedenen Routen. "Wir wollen einfach auch in die kleineren Gassen gehen", sagt Alois Schnizler, der bei der Stadt Ulm für die Organisation verantwortlich ist.

Am 12. Juli machen die Fischer auch einen Abstecher nach Neu-Ulm auf den Petrusplatz. Erstmals mit einbezogen wird außerdem der neue Hans- und Sophie-Scholl-Platz. Das Stechen auf der Donau beginnt jeweils um 15.30 Uhr. Die Veranstalter empfehlen, sich frühzeitig gute Stehplätze zu suchen. "Mein Tipp ist, sich das Ganze von der wieder geöffneten Eisenbahnbrücke aus anzuschauen", sagt Alois Schnizler. Wer einen Platz auf der Tribüne hat, ist natürlich auf der sicheren Seite. Für Rollstuhlfahrer sind einige Plätze ganz vorne reserviert. Die Stadt Ulm und der Ulmer Schifferverein organisieren die große Veranstaltung gemeinsam. "Die Vorbereitungen laufen seit zwei Jahren", weist Alois Schnitzler auf den immensen Aufwand hin. Beispielsweise wurden neue Zillen in Österreich gefertigt. Auch bestimmte Musikgruppen wie das Heeresmusikkorps müssen frühzeitig gebucht werden.

Nach langer Pause endlich wieder Fischerstechen

Bloß kein Blitz und Donner

Jetzt hoffen die Veranstalter, dass das Wetter an beiden Tagen mitspielt. "Regen macht uns nichts aus", sagt Zunftmeister Dr. Fritz Eckhardt. Nur extremes Hochwasser mit starker Strömung, Niedrigwasser oder ein schweres Unwetter könnte die Veranstaltung gefährden. Wenn das Stechen ausfällt, wird die Bevölkerung - wie beim Nabada - mit roten Körben auf dem Münster darauf hingewiesen. Künftig soll das Fischerstechen übrigens wieder im Vierjahres-Rhythmus veranstaltet werden, damit es sich nicht mit dem Donaufest oder den Bindertänzen überschneidet.

Karten im Vorverkauf gibt es im Medien-Service-Center der Neu-Ulmer Zeitung in der Ludwigstraße 10.

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