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Nersingen

08.04.2020

Nersingens Weg zur Fairtrade-Kommune hat begonnen

Immer mehr Supermärkte achten auf fair gehandelte Produkte. Die Gemeinde Nersingen will nun offiziell Fairtrade-Kommune werden.
Bild: Bernd Weißbrod/dpa (Symbolbild)

Plus Nersingens Agenda-Beauftragte Anja Mayer-Ley erklärt das weitere Vorgehen – und was es bereits jetzt in der Gemeinde gibt.

Die Gemeinde Nersingen befindet sich derzeit auf dem Weg zur Fairtrade-Kommune. Ende Januar hatte der Gemeinderat bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst, mittlerweile hat bereits ein erstes Treffen stattgefunden – und das verlief laut Nersingens Agenda-Beauftragte Anja Mayer-Ley „wirklich vielversprechend“.

Sie sagt: „Erfreulich war für mich, dass mehr Leute gekommen sind, als ich erwartet hatte.“ Die Steuerungsgruppe soll nun im weiteren Verlauf dafür sorgen, dass die notwendigen Kriterien für die Auszeichnung als Fairtrade-Kommune erfüllt werden.

Im ersten Schritt gehe es auch darum, die Bürger grundsätzlich zu informieren – etwa, warum Fairtrade-Produkte nicht dasselbe sind wie regionale Produkte. Zu den klassischen Fairtrade-Produkten zählen beispielsweise Kaffee, Schokolade, Zucker – „da gibt es eh’ nichts Regionales“, sagt Mayer-Ley. Als Ausnahme sei ihr bisher einzig Honig eingefallen. Seitdem sie sich mit dem Thema intensiver beschäftigt hat, habe sie auch ganz bewusst darauf geachtet, was es in der Gemeinde in den einzelnen Läden bereits gibt – „und da war ich total überrascht“, so die Agenda-Beauftragte. So bekam ihr jüngster Sohn beispielsweise einen Fairtrade-Adventskalender. Und auch der Frauenbund schenke bereits fair gehandelten Kaffee aus – er hat es bloß noch nicht offensiv beworben. Sie fügt hinzu: „Ich habe auch schon bei den Schulen vorgefühlt.“ Denn auch diese müssen bei den Plänen mit ins Boot genommen werden und beispielsweise beim Schulfest Fairtrade-Kaffee ausschenken.

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Nersingen will Fairtrade-Gemeinde werden: Bürger können sich einbringen

Auf der Website der offiziellen Kampagne „Fairtrade Towns“, die auch das Siegel an die Kommunen vergibt, sind mehrere Ideen anderer Städte und Gemeinden aufgelistet, wie man das Thema fairer Handel aufgreifen und umsetzen kann. „Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden“, sagt Mayer-Ley und fügt hinzu: „Andere haben auch nette Projekte, die man auf Nersingen übertragen könnte.“

Natürlich ist ihr bewusst, dass fair gehandelte Produkte teurer sind. „Das geht irgendwann schon ins Geld.“ Aber derzeit werde ja oft viel mehr gekauft, als gebraucht wird. Bei manchen Haushalten wandere die Hälfte der Lebensmittel in den Müll. Und, das betont Mayer-Ley, auch kleine Schritte sind in der Summe ausschlaggebend: „Wenn jeder ein bisschen mehr darauf achtet, passiert ganz viel.“ Wann ein zweites Treffen der Gruppe stattfinden kann, steht derzeit noch nicht fest, deshalb läuft der Austausch nun vor allem über E-Mail. Neue Interessierte können sich aber dennoch jederzeit gerne anschließen.

Wer mithelfen möchte, das Thema fairer Handel in der Gemeinde Nersingen zu verankern, kann sich bei Anja Mayer-Ley melden, entweder per Mail an anja.mayer-ley@gmx.de oder per Telefon unter 07308/703703.

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