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Nersingen

24.05.2018

Nersinger SPD macht bei Turnhalle Druck

Nersingens SPD-Ortsvorsitzender Fabian Kaimer und Fraktionschefin Sabine Krätschmer.
Bild: Angela Häusler

Das Vorhaben sollte „endlich angepackt werden“, so der Tenor auf der Versammlung.

Der mögliche Turnhallenbau in Nersingen beschäftigte die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Nersingen bei ihrer Mitgliederversammlung am Dienstagabend. Doch die Gemeinderatsfraktion sei sich bei dem Thema noch nicht ganz einig, so Ortsvorsitzender Fabian Kaimer. Zunächst sei das Gutachten abzuwarten, das Ende 2018 fertig sein soll. Eine zusätzliche Sporthalle werde dringend gebraucht, so der Tenor mehrerer Redner während der Versammlung. Das Vorhaben müsse „endlich angepackt werden“, denn die bestehende Schulturnhalle sei für Vereins- und Mannschaftssport viel zu klein. Der Bau dürfe nicht immer weiter hinausgeschoben werden.

Das Projekt steht schon seit vielen Jahren auf der Wunschliste der Gemeinde. Und weil im Zusammenhang mit früheren Planungen bereits ein Gutachten zum möglichen Standort in Straß angefertigt wurde, brauche es jetzt auch keine neue Analyse, die wiederum „ein Schweinegeld kostet“, klagte ein Mitglied.

Doch die Gemeinderatsfraktion sei sich bei dem Thema nicht ganz einig, so Ortsvorsitzender Kaimer. Zumal man mehr als eine Dekade alte Gutachten bei der Entscheidung wohl kaum heranziehen könne. „Ich hätte die Halle auch gern – aber nicht um jeden Preis“, sagte Kaimer. Dritte Bürgermeisterin Sabine Krätschmer pflichtete bei: Baubestimmungen hätten sich seither geändert, auch die Bodenbeschaffenheit müsse erneut untersucht werden, „wir müssen bei Null anfangen“. Die Kosten müssten ermittelt und dann entschieden werden, „wir sollten das nicht übers Knie brechen“, sagte Krätschmer.

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Die Nersinger SPD, immerhin der größte Ortsverband im Landkreis, müsse sich dringend um neue Mitglieder bemühen, betonte Kaimer. Der Altersschnitt liege „relativ hoch, wir tun uns schwer, neue Mitglieder zu werben“. Insgesamt sei unter jüngeren Leuten die Kommunalpolitik eher unpopulär. Dennoch wolle die SPD es mit Ideen wie Infoveranstaltungen für interessierte Neumitglieder versuchen.

Auch der Wohnungsbau beschäftigt die SPD-Fraktion derzeit. Es herrsche große Nachfrage, die 16 Grundstücke im Straßer Neubaugebiet seien „weggegangen wie warme Semmeln“. Gleichzeitig braucht Nersingen mehr Krippen- und Kindergartenplätze. Diesbezüglich sind ,wie berichtet, verschiedene Ideen im Gespräch – von der Betreuung durch Tagesmütter über eine Großtagespflege bis hin zu einem Waldkindergarten. Letzterer sei aber wohl nicht zielführend, glaubt Kaimer. Er sprach in einem Vortrag über die Digitalisierung und die dadurch zu erwartenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Zu Gast war SPD-Bezirkstagskandidatin Sejia Knorr. Sie erklärte, sich besonders in der Gesundheitspolitik einbringen zu wollen.

Als Delegierte in die OB-Europakonferenz zur Europawahl bestimmte die Versammlung Sabine Krätschmer, Fabian Kaimer, Margit Eckstein, Axel Arbeiter, Sabine Krätschmer und Silvia Wäsnig. Zum neuen Kassierer wählten die Mitglieder Herbert Krätschmer. Der bisherige Kassierer Jakob Hügel wollte sein Amt abgeben.

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