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Neu-Ulm

26.06.2017

Neu-Ulm feiert und spielt

Am Lego-Tisch probierten sich Groß und Klein einmal aus. Aus dem bunten Steinchen wurden schließlich kleine Kunstwerke.
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Am Lego-Tisch probierten sich Groß und Klein einmal aus. Aus dem bunten Steinchen wurden schließlich kleine Kunstwerke.
Bild: Dagmar Hub

Etwa 80 Vereine und Organisationen verwandeln die Innenstadt bei brütender Hitze für „Neu-Ulm spielt“ in ein weites Farbenmeer – das kommt nicht nur bei Kindern gut an.

„Bitte nicht vergessen, zu trinken“, schallte es durch eine Lautsprecher-Stimme über den Rathausplatz. Brütende Hitze lag am Samstagnachmittag über der dritten Auflage des von der Stadt und dem Verein „Wir in Neu-Ulm“ organisierten Aktionstags „Neu-Ulm spielt“. Der lockte ungeahnte Menschenmengen in den Bereich zwischen Rathaus-, Petrus- und Heiner-Metzger-Platz, 80 Vereine, Einrichtungen und Geschäfte boten kurzweilige Unterhaltung – aus Geschicklichkeits- und Lernspielen, aus Kreativität und dem besonderen Event, an diesem Tag auf der Straße tun zu dürfen, was man sonst nicht darf.

Das alte Polizeiauto mit bunten Fingerfarben bemalen, entpuppte sich einmal mehr als der Renner bei den Kindern. Zum Malen darf man schließlich sogar ein Polizeihemd tragen, man darf ein Einsatzfahrzeug kreativ verschönern und freundliche Polizisten helfen einem, die Farbe wieder von den Fingern zu bekommen – so etwas ist der Traum vieler Kinder. Nebenan konnten Papa und Mama bei der Polizei mit Rauschbrillen erleben, wie es sich anfühlt, mit zwischen 0,5 und 0,8 Promille und mit über 1,3 Promille geradeaus gehen zu müssen und mit einem Schlüssel eine Autotür aufsperren zu sollen. So gerne Kinder auch das ausprobiert hätten – das verbot die Polizei, weil das Experiment mit der Rauschbrille das Gehirn extrem belastet.

Die Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ziehen bei Kindern immer: Gerade in der sommerlichen Hitze standen die Jüngeren Schlange, um mit dem Feuerwehrschlauch Zielspritzen zu probieren und selbst etwas vom feinen Sprühregen abzubekommen, oder wie der kleine Felix einmal stolz im Führerhaus eines Feuerwehrautos zu sitzen, mit Helm auf dem Kopf und Handschuhen. Richtig groß fühlte sich der Dreikäsehoch und winkte stolz. Gern genutzt wurden auch der Geschicklichkeits-Fahrparcours der Wilhelm-Mayer-Nutzfahrzeuge, wo Kinder mit Tret-Unimogs neben den großen Fahrzeugen in ihrer Fantasie ein ganz „echtes“ Einsatzgefühl à la THW nachspüren konnten.

Mit Papa oder Mama mit Schaumstoffschwertern auf dem Balken nach Ritterart kämpfen und sehen, wer zuerst ins Straucheln gerät, auf dem XXL-Tischkicker selbst eine geschobene Figur sein, die den Ball aufhalten soll, klettern, hüpfen, den elektrischen Bullen zähmen, am Kuhmodell wettmelken oder mit den Eltern an einem großen Tisch in die Auswahl der unzähligen bunten Legosteine greifen: Manchem Kind, das gar nicht genug bekommen konnte vom enormen Angebot des Austobens und Spaßhabens in einer zum Spielplatz umfunktionierten Stadt, merkte man die Aufregung bis hin zur Erschöpfung in der Hitze an. Das alte Kindergeburtstagsspiel Würstelschnappen hat noch immer jede Menge junger Fans, während sich beim Gerlenhofener GAU gegenüber eher die Erwachsenen an einem Spiel versuchten: Vogelstimmen erkennen und sie auch optisch dem richtigen Tier zuzuordnen war nicht so einfach – gab aber zum Beispiel die Gewissheit, ob im eigenen Garten spätabends die Nachtigall singt oder nicht. Im siebenstündigen Dauereinsatz waren nicht nur die Spielangebote, sondern auch die Liegestühle.

Ob es bei Spielen ums Gewinnen oder schlicht um den Spaß ging – einer kann bei „Neu-Ulm spielt“ nur gewinnen: die Innenstadt selbst, die sich auf diese Weise familienfreundlich, bunt, attraktiv und kreativ präsentiert.

Bei uns im Internet gibt‘s viele Fotos von „Neu-Ulm spielt“ - klickt euch durch.

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