Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Neu-Ulm ist wieder Betonzentrum

Wirtschaft

25.02.2015

Neu-Ulm ist wieder Betonzentrum

Branchentreff versammelt 2000 Bau-Fachleute im Edwin-Scharff-Haus

Drei Tage, 13 Podien, 160 Aussteller und 2000 Teilnehmer – das sind die Kennziffern der Beton-Tage, die noch bis einschließlich Donnerstag, 26. Februar, im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus stattfinden. 1957 als „Lehrgang für Betonwerker“ ins Leben gerufen, hat sich der Branchentreff längst bundesweit einen Namen gemacht.

Und darüber hinaus: Nachdem im vergangenen Jahr in Neu-Ulm eine Absichtserklärung zur Gründung von „Beton-Tagen“ in Schanghai unterschrieben wurde, berichtete nun der Chinese Daben Mao in Neu-Ulm, dass im Oktober die chinesische Variante der Beton-Tage in Shanghai bereits in die zweite Runde gehen. Und zwar tatsächlich unter dem deutschen Namen mit dem englischen Untertitel „Concrete Solutions.“ Der Anteil an ausländischen Teilnehmern der Neu-Ulmer Beton-Tage liegt nach Angaben von Ulrich Lotz, Veranstalter und Geschäftsführer der FBF-Betondienst, bereits bei zehn Prozent.

Wie Friedrich Gebhart, der Präsident des Fachverbandes Beton- und Fertigteilwerke betonte, sei Ulm nicht zuletzt durch die zahlreichen Bautätigkeiten ein gutes Pflaster für die Beton-Tage. Viel zu tun gebe es hier für die Branche auch: „Im Grunde müsste man alle Mehrfamilienhäuser aus den 50er und 60er Jahren abreißen.“ Zumindest rein aus ökonomischer Betrachtung: Denn die teilweise exorbitanten Sanierungskosten, die Abwesenheit von Fahrstühlen und die nicht mehr zeitgemäßen Zuschnitte würden in vielen Fällen einen Neubau sinnvoller erscheinen lassen. Hier spricht freilich auch der Funktionär einer Branche, die gerne gute Geschäfte macht. Über das vergangene Jahr könnten sich die Beton-Firmen nicht beklagen: Im vergangenen Jahr wurden vorgefertigte Betonbauteile im Wert von 5,6 Milliarden Euro verkauft – neun Prozent mehr als 2013. Der Wachstumsmotor war dabei der Wohnungsbau: 235000 Wohnungseinheiten wurden in Deutschland gebaut.

Wo die Reise hingeht, skizzierte anschaulich Professor Harald Garrecht. „Jedes Gebäude ist im Grunde eine Batterie“, sagte der Direktor des Instituts für Werkstoffe im Bauwesen in Stuttgart. Es gebe große Potenziale mit Beton die Energieeffizienz zu verbessern. (heo)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren