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Citymanager

30.01.2015

Neu-Ulm soll die „bayerische Karte“ spielen

Norman Roßberg

Neuer Citymanager stellt sich dem Verein „Wir in Neu-Ulm vor“, präsentiert erste Ideen und wird sogleich gelobt

Ein oder zwei verkaufsoffene Sonntage im Jahr, jeweils verknüpft mit einer Herbst- und einer Frühjahrsmesse oder einer Automobilmesse in der Innenstadt, dazu ein Aktionstag „ Neu-Ulm spielt“, ein „Griechischer Tag“, ein geballter Werbeauftritt im Internet – Neu-Ulms neuer Citymanager Norman Roßberg hat sich mancherlei vorgenommen, um die Stadt voranzubringen.

Dem Verein „Wir in Neu-Ulm“ (Win) hat Roßberg jetzt im Gasthaus Schiff sich und seine mannigfachen Ideen vorgestellt. Ein gutes Dutzend Mitglieder, dazu eine Handvoll Stadträte, fühlten dem 31 Jahre alten Manager anschließend auf den Zahn. Doch der ließ sich nicht ins Bockshorn jagen, hielt – unterstützt vom Win-Vorsitzenden Lennard Lemke – auch kritischen Nachfragen und gelegentlich abwegigen Ideen im Publikum tapfer stand.

Der gebürtige Dresdener, der in Südhessen aufwuchs, eine abgeschlossene Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann besitzt und in Augsburg Medienkommunikation studierte, hat nach eigener Aussage bereits erste spannende Tage in Win-Diensten hinter sich gebracht. Nun will er „mit Zielen, Ideen und Vorstellungen“ Neu-Ulm aufmöbeln. Sein erstes großes Projekt werde die für den 19. März vorgesehene Eröffnung der Glacis-Galerie bilden. Es gelte, noch manchen Skeptiker vom Nutzen dieser Einkaufsmeile für die Stadt zu überzeugen. Sie dürfe aber nicht sich selbst überlassen bleiben. „Wir müssen die Kunden auch nach draußen locken, so dass sie die Stadt erleben“. Er denke schon jetzt an einen gemeinsamen Weihnachtsmarkt drinnen und draußen.

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Verkaufsoffene Sonntage will er getrennt von Ulm arrangieren, worin ihn Ulms Cheftouristiker Wolfgang Dieterich unterstützte. „Das muss Neu-Ulm allein machen, mit etwas Drumherum wie dem Kunsthandwerkermarkt.“ Neu-Ulm müsse viel mehr als bisher die „bayerische Karte spielen,“ empfahl Dieterich, „die Biergartenkultur herausarbeiten, dazu die Weißwürste und den weißblauen Himmel“. In dieselbe Kerbe hieb Win-Vorsitzender Lemke mit der Anmerkung, Neu-Ulm müsse die Angst ablegen, dass sich in der Region alles immer nur um Ulm drehe. Die Stadt brenne doch geradezu darauf, sich eigenständig zu präsentieren. Win sei nun mit dem neuen Citymanager und nach dem Büroumzug an die Gartenstraße fest entschlossen, „richtig Gas zu geben“.

Dazu will Roßberg, der viel als „Geocacher“ unterwegs ist, die Glacis-Anlagen neu beleben, „so dass wir stolz auf sie sein können.“ Auch die öffentlichen Mülleimer will er in der Stadt neu und sinnvoll verteilen, „vor allem die mit den Hundetüten“. Seine Ideen wolle er nach und nach wachsen lassen, an diesem Abend nicht alles ausplaudern. Nur noch, dass die Stadt in den weitreichenden Medien wie Internet, Facebook und Co. noch nicht wirklich vertreten sei. (grr)

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