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Jubiläum

03.05.2019

Neu-Ulm von oben und von innen

Haben gemeinsam am Film „Flugzone Neu-Ulm“ gearbeitet: Erwin Franz (links) und Günter Merkle.
Bild: Dagmar Hub

Ein neuer Film ermöglicht besondere Einblicke in Stadt und Stadtleben. Premiere ist am Sonntag im Dietrich-Kino

Eine Drohne hebt aus einem Löwenzahnfeld ab: Viel ist zu entdecken beim Flug über Neu-Ulm, in der „Flugzone Neu-Ulm“. So heißt ein Film nach einer Idee von Erwin Franz, den Protel-Chef Günter Merkle mithilfe seiner neuen Drohne realisierte; einen Führerschein für das Fluggerät hat er selbstverständlich, wie er betont. Altstadtrat Franz, der in Gerlenhofen lebt, brachte seinen Vorschlag einen solchen Film als Bürgerprojekt für das 150-jährige Stadtjubiläum Neu-Ulms ein. Premiere ist am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr, im Dietrich-Kino.

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Viele Menschen aus der Stadt und ihren 14 Stadtteilen kommen im gut 60-minütigen Film vor, bei dem Merkle Regie führte. Er und Franz sammelten Geschichten von Menschen und bauten auch Stadthistorie in Kurzfassung in den Streifen ein, der zudem eine bunte Begegnung mit der Stadt und der Natur ist. Mit dem gleichzeitig gedrehten kurzen Image-Film für die Stadt Neu-Ulm (die NUZ berichtete) hat „Flugzone Neu-Ulm“ nichts zu tun.

Einen Film zu drehen, der Neu-Ulm repräsentativ zeigt, sei schon wegen der Vielfalt von Innenstadt und Stadtteilen nicht möglich, sagt Merkle. Deshalb begegnet der Betrachter im Film ganz unterschiedlichen Einrichtungen und ebenso verschiedenen Menschen – und ganz viel Natur, für die stellvertretend GAU-Geschäftsführer Wolfgang Gaus und der Plessenteich stehen. Wer noch nie die Chance hatte, Neu-Ulms Wahrzeichen – den Wasserturm – von innen und von ganz oben zu erleben, kann ihn sich im Film von Oberbürgermeister Gerold Noerenberg zeigen und erklären lassen. 90 Minuten Zeit nahm sich der OB für die Aufnahmen, in denen er quasi mit dem Besucher im engen Treppenhaus des Wasserturms nach oben steigt.

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Gedreht wurde an vielen Orten: In Offenhausen beispielsweise bei der Nachbarschaftshilfe, am Seniorenstift St. Michael und im ganz neuen Kinderhaus „Bärenhöhle“, wo die Kinder-Gruppen ihre Namen nach verschiedenen Bären-Arten haben. Oder mit der 19-jährigen U20-Fußball-Nationalspielerin Kristin Kögel, die beim FC Bayern unter Vertrag steht. Der Holzschwanger Altlandwirt Christian Bühler stellt sein umfangreiches Bauern-Museum vor, für das er über lange Zeit historische landwirtschaftliche Geräte und Gebrauchsgegenstände sammelte.

Aus der Neu-Ulmer Musikschule trafen die Filmemacher Jens Blockwitz’ neue Popband „New Kids On The Blog Vids“, in Burlafingen wurde beim Erntedankgottesdienst mit der Historischen Trachtengruppe gefilmt. In Jedelhausen zeigt Bauer Johannes Rüd seinen mobilen Hühnerstall, wo gerade die frühere Direktorin des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, Karin Weisgräber, einkauft. Ganz in der Nähe des Hühnermobils steht die Hausener Kapelle der Familie von Linden, an der Filmemacher Günter Merkle Joachim Freiherr von Linden traf und ihn zur Geschichte der weitverzweigten Familie befragte.

In einem sehr emotionalen Moment stieß das Filmteam auf die Pfuhler Turner – im Dezember, als sie gerade in die Erste Bundesliga aufstiegen. Die jungen Turner Linus Mikschl und Timo Rister gaben vor der Kamera Interviews, bei denen ihre Rührung und Freude spürbar war.

Am Ende des Films kommt fast ein bisschen Hollywood-Neu-Ulm-Atmosphäre auf. Denn die wahren Geschichten aus dem Neu-Ulmer Leben sind zwar aus dem Heute, aber auch noch für die Bürger von morgen gedacht, sagt Günter Merkle.

Premieren-Tickets zum Preis von fünf Euro gibt es im an der Kinokasse im Dietrich-Theater und online auf dietrich-theater.de. Reservierungen sind auch per Mail an kartenservice@dietrich-theater.de oder telefonisch unter 0731/9855598 möglich.

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