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Prognose

25.09.2012

Neu-Ulm wird weiter wachsen

Zahl der Bevölkerung nimmt bis zum Jahr 2025 zu

Neu-Ulm Die Neu-Ulmer werden – trotz allgemeinen Geburtenrückgangs – immer mehr. Je nach Zähl- und Rechenmethode steigt ihre Zahl von heute gut 54000 bis zum Jahr 2025 um 2,6 oder gar 5,7 Prozent. Der Bauausschuss des Stadtrats stützt sich auf den niedrigeren Wert, weil er die lokale Wirklichkeit besser wiedergebe als die überregionale Prognose mit ihren 5,7 Prozent.

Ermittelt wurde der höhere Wert vom Statistischen Landesamt, das seine Vorausberechnungen zugleich einschränkt mit der Bemerkung, sie dürften „nicht als exakte Vorhersagen missverstanden werden“. Sie seien vielmehr als Modellrechnungen zu sehen, die demografische Entwicklungen unter bestimmten Annahmen zu Geburten, Todesfällen und Wanderungen fortschrieben. Einschränkend führt das Landesamt weiter an, zusätzliche Einflüsse auf die künftige Bevölkerungsentwicklung könnten an Ort und Stelle besser erkannt werden als in der statistischen Zentrale. So beurteilte dies auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt. Er benötige verlässliche Werte, um in die Zukunft hinein Maßnahmen zur Infrastruktur solide vorbereiten zu können. Stadtbaudirektor Andreas Neureuther sprach sich nachdrücklich für den diagnostizierten Zuwachs um 2,7 Prozent aus, „weil unsere Prognose zielgenauer ist“. Deren Werte hatte das Augsburger „Institut für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik“ (SAGS) zusammengetragen. „Unsere bisherige Erfahrung belegt die Genauigkeit dieser Vorausberechnungen, die ja auch keine Vorhersagen sind.“

Künftig mehr Rollatoren auf den Gehwegen

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Mit den Angaben von SAGS könne der Ausschuss gut arbeiten, meinte auch CSU-Rätin Christa Wanke. „Sie zeigen, dass wir kurzfristig mehr werden, insgesamt aber auch bunter und älter.“ Was bedeute, dass künftig mehr „Rollatoren“ auf den Gehwegen anzutreffen seien, woraus sich entsprechende Baumaßnahmen ergäben. CSU-Sprecher Bernhard Maier mochte die Prognose des Landesamts „nicht völlig zur Seite schieben, denn erfreulich ist doch für beide, dass wir weiter zunehmen“.

Ulrich Seitz (SPD) verwies auf „das Problem aller Statistiken, dass sie nur Hilfestellung bieten können“. Entscheidend sei, dass sich die Region zwischen München und Stuttgart zu Expansion bekenne. „Wir selbst bestimmen, wie unsere Bevölkerung wächst, und müssen deshalb festlegen, was wir wollen.“ Stadtplaner Jörg Oberle betonte, „dass wir gut reagieren können, aber erst dann, wenn es so weit ist“. Der Flächennutzungsplan weise genügend Flächen aus. Eventuell werde ja weniger Land gebraucht. „Wir hätten noch mehr Zuwachs“, sagte Erich Niebling (CSU), „wenn wir mehr Neubauten genehmigten.“ SPD-Sprecher Karl-Martin Wöhner wollte die „Zukunft des Bauens aktiv angehen, aber nicht immer nur verdichten“.

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