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Attraktionen

21.04.2015

Neu-Ulm wird zum Freizeitpark

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 Rutschen, klettern, E-Kart fahren – für junge Menschen bietet Neu-Ulm immer mehr besondere Angebote. Nun kam ein weiteres hinzu, das nicht unumstritten ist

Geschafft sitzt Florian auf der Treppe. Die Schweißtropfen rinnen ihm über die Stirn ins Gesicht, doch der 21-Jährige lacht: „Sensationell“, sagt er. Am liebsten würde er gleich noch einmal loslegen. Es ist Samstagnachmittag und Florian war soeben einer der ersten Gäste der Laser-Tag-Arena – Neu-Ulms neuester Attraktion für Jugendliche und junge Erwachsene.

Ausgerüstet mit einer blinkenden Weste voller Sensoren und einer „Laserwaffe“können dort auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern – die ist gespickt mit Hindernissen und Verstecken – bis zu 36 Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten. Das Ziel: den Gegner „abschießen“, also mit einem Lichtstrahl einen der Sensoren am Körper treffen. „Das ist Action pur. 15 Minuten können ganz schon anstrengend sein“, erklärt Geschäftsführer Patrick Heidenreich.

Er sieht in Laser Tag einen Freizeitsport – andere sehen das kritischer. Schon im Vorfeld der sechswöchigen Bauphase der Arena im Industriegebiet an der Lessingstraße war insbesondere in der Politik reichlich über Sinn und Unsinn eines Spieles, bei dem Waffengewalt imitiert wird, diskutiert worden. Die rechtliche Genehmigung der Arena, die laut Geschäftsführer Heidenreich die größte in Süddeutschland ist, konnten die Kritiker allerdings nicht verhindern.

Gut für Heidenreich und den Heidelberger Unternehmer Heinz Stein, der rund 200000 Euro in den Umbau der Räume steckte, in denen zuletzt eine Golfschule untergebracht war. Dass sich diese Investitionen lohnen können, beweisen die beiden anderen Laser-Tag-Arenen, die Stein in Heidelberg und Freiburg betreibt. Und auch in Neu-Ulm regt sich bereits großes Interesse. Innerhalb kürzester Zeit sammelte die Facebook-Seite der Arena weit über 3500 „Gefällt mir“-Klicks. Am Samstag stand bereits kurz nach der „stillen Eröffnung“ – geworben wurde in kleinem Rahmen bislang nur im Internet – ein Reisebus aus dem Allgäu mit knapp 30 Feuerwehrlern aus Kempten vor der Tür. „Das ist genau unsere Zielgruppe“, erklärt Heidenreich und meint damit Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 Jahren bis Mitte 20.

Gerade für diese Altersschicht, aber auch darüber hinaus, wird die Stadt Neu-Ulm in jüngster Vergangenheit immer interessanter. Zu bekannten Angeboten gesellen sich weitere Attraktionen, die es so weder in der Schwesterstadt Ulm noch in der näheren Umgebung gibt. Ein (nicht vollständiger) Überblick über das, was Neu-Ulm in Sachen Freizeitgestaltung zu bieten hat:

Freizeitbad: Nicht ganz neu, aber weiterhin sehr beliebt ist das Badespaß- und Saunenparadies sowie die Eislaufanlage namens Wonnemar. Über eine halbe Million Besucher strömten im vergangenen Jahr auf die Freizeitanlage. 2016 soll der Thermalbereich um- und ausgebaut werden.

Kletterhalle: Rund 70000 Sportler besuchen jedes Jahr den 2011 eröffneten Sparkassen-Dome an der Reuttier Straße. Die „größte Kletterhalle zwischen Stuttgart und München“, darauf weist Alpenverein-Chef Dieter Danks gerne hin, ist ein Anziehungspunkt für Kletterer weit über den Landkreis hinaus.

Motorsport: An Superlativen spart auch der Betreiber des Ecodroms („Deutschlands innovativste Indoor-Kartbahn“) nicht. Seit Februar können in der Industriestraße Motorsportfans mit elektrobetriebenen Go-Karts ihre Runden drehen. Rund 15000 Fahrten wurdenseither schon gebucht.

Bowling und Co.: Ende der 90er Jahres als „Freizeittempel“ eröffnet, weht mittlerweile wieder ein frischer Wind durch das Neu-Ulmer Bowling-Center am Allgäuer Ring. Im Obergeschoss kann dank mehrerer Simulatoren Golf gespielt werden, auf der Dachterrasse ist eine Eislaufanlage geplant.

Kino: Ein Kinokomplex mit mehreren Sälen ist heute kaum mehr ein Alleinstellungsmerkmal für eine Stadt – schon gar nicht für Neu-Ulm. Zum Freizeitangebot der Stadt zählt das Dietrich-Theater aber dennoch, und die am Wochenende regelmäßig langen Schlangen von zahlenden Gästen an den Kassen sprechen für sich.

Glacis-Galerie: Seit gut einem Monat er nun geöffnet, der Neu-Ulmer Einkaufstempel. Rund 100 Geschäften locken mit ihren Angeboten Alt und Jung an. Wie erwartet, hat die Galerie in den ersten Wochen zu einer deutlichen Belebung der Innenstadt geführt – sowohl die Fußgänger als auch den Straßenverkehr betreffend.

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