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Neu-Ulm

23.11.2019

Neu-Ulms neuer Stadtpfarrer ist ein alter Bekannter

Karl Klein ist der neue Stadtpfarrer der katholischen Pfarreiengemeinschaft in Neu-Ulm. Von seinem Bürofenster im Johanneshaus aus kann der 37-Jährige die Fortschritte bei der Renovierung von St. Johann Baptist verfolgen. Vom neuen Lichtkonzept im Kirchenschiff ist er „ganz begeistert“.
Bild: Alexander Kaya

Karl Klein leitet nun die katholische Pfarreiengemeinschaft in Neu-Ulm, wo er seine ersten beiden Kaplansjahre verbracht hat. Viele haben bereits Wünsche an ihn.

Momentan geht es für Karl Klein alles „Schlag auf Schlag“, wie es selbst sagt: Seit Anfang November ist er der neue Stadtpfarrer der katholischen Pfarreiengemeinschaft in Neu-Ulm – und viele Gemeindemitglieder oder Gruppen haben bereits ihre Hoffnungen und Wünsche an ihn herangetragen, beispielsweise besondere Gottesdienste. „Es gibt große Erwartungen“, sagt Klein und fügt hinzu: „Ich finde das auch schön, weil es zeigt, dass die Gemeinde lebendig ist.“ Und viele der Mitglieder kennt er bereits – denn Klein hat seine ersten beiden Kaplansjahre in Neu-Ulm absolviert. Am Sonntag, 24. November, findet seine offizielle Amtseinführung als Stadtpfarrer statt.

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Klein kommt als Nachfolger von Pfarrer Markus Mattes in die Pfarreiengemeinschaft, der sein Amt Ende August aus gesundheitlichen gründen offiziell abgegeben hat (wir berichteten). Klein stammt ursprünglich aus Dillingen. Mit sechs Jahren wurde er Ministrant und blieb das 13 Jahre lang. „Das hat mir immer viel Freude gemacht“, erzählt der 37-Jährige. Mit 19 Jahren trat er nach seinem Abitur ins Priesterseminar ein, studierte in Rom und Augsburg. „Für meine persönliche Reifung waren das gute Jahre“, sagt Klein und betont: „Das wäre auch keine verlorene Zeit gewesen, wenn ich dann gemerkt hätte, dass ich doch lieber einen anderen Weg gehen möchte.“ Doch nach seinem fünfjährigen Studium habe er gewusste: „Das füllt mich aus, das ist, glaube ich, der richtige Platz für mich.“

Karl Klein ist Nachfolger von Neu-Ulms Stadtpfarrer Markus Mattes

Ab 2006 war er für zwei Jahre als Praktikant und Diakon in Gersthofen bei Augsburg, 2008 bis 2010 absolvierte er seine ersten beiden Kaplansjahre in Neu-Ulm, danach war er für zwei Jahre in Königsbrunn tätig. 2012 wurde er schließlich Pfarrer in Altenstadt bei Schongau – und behielt diesen Posten, bis er nach Neu-Ulm gebeten wurde.

Neu-Ulms neuer Stadtpfarrer ist ein alter Bekannter

Angesichts der vielen Anfragen, die ihn in der hiesigen Pfarreiengemeinschaft nun erreichen, stelle sich Klein derzeit oft einmal die Frage: „Wie kriege ich das alles in 24 Stunden unter?“ Bei vier Pfarreien lasse sich alles auch gar nicht so einfach überblicken. Deshalb will sich der 37-Jährige zunächst einen Überblick über alle Projekte und Wünsche verschaffen. „Vorher finde ich es schwierig, Zusagen zu machen.“ Denn in Neu-Ulm gebe es ein breites Spektrum an Gruppen, die auch unterschiedliches Klientel ansprechen. Klein findet es „super, dass es für alle Leute ein Angebot gibt“. Wichtig sei auch, dass die Pfarreien und die verschiedenen Angebote nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung wahrgenommen werden. Als nächsten Schritt wolle der Stadtpfarrer dann schauen, ob es Menschen gebe, die man derzeit noch nicht erreicht – und wie man dies ändern kann.

Lesen Sie auch: Stadtpfarrer Markus Mattes verabschiedet sich mit Gottesdienst

Dass für ihn nicht jedes Gesicht in der Pfarreiengemeinschaft neu ist, mache es auch leichter. „Da fängt man nicht ganz von vorne an.“ Zudem sei es ihm auch schwergefallen, seine letzte Position in Altenstadt nach sieben Jahren wieder zu verlassen. „Man musste weggehen von Beziehungen und Freundschaften und da ist es schön, hierher zu kommen, wo man ebenfalls Freunde hat.“

Das ist aber nicht der einzige Personalwechsel in der Pfarreiengemeinschaft: Andreas Schmid ist der neue Kaplan und folgt damit auf Bernd Rochna, der mehr als zwei Jahre in Neu-Ulm war. Rochna hatte in der zweimonatigen Übergangszeit zwischen Mattes’ Abschied und Kleins Ankunft als sogenannter Temporalienverwalter die Aufgaben des Stadtpfarrers übernommen. Mittlerweile ist er in der Regionaljugendseelsorge in Donauwörth sowie als Seelsorger der katholischen Landjugendbewegung tätig.

Gemeindereferent Andreas Thalhofer wird die Gemeinde zum 1. März verlassen und die Seelsorge im Bezirksklinikum Günzburg übernehmen. Seine Frau Ilona Thalhofer, die in der Pfarreiengemeinschaft ebenfalls als Gemeindereferentin arbeitete, ist bereits seit Oktober im bischöflichen Seelsorgeamt in Augsburg als Referentin beschäftigt. Und auch für die dritte Gemeindereferentin, Brigitte Weiss, muss Ersatz gesucht werden: Sie geht im kommenden Jahr in den Ruhestand.

Offizielle Amtseinführung von Neu-Ulms Stadtpfarrer Karl Klein am Wochenende

Klein hofft, dass er schnell Nachfolger findet: „Der Plan ist natürlich, dass es keinen Leerlauf gibt.“ Aber die Nachwuchszahlen bei den Gemeindereferenten seien „nicht so gut“. Der 37-Jährige sagt: „Es ist nicht so, dass uns da die Bude eingerannt wird.“

Die offizielle Amtseinführung von Karl Klein als Neu-Ulmer Stadtpfarrer mit anschließendem Empfang findet am Sonntag, 24. November, in der Kirche St. Albert, Goethestraße 5, in Offenhausen statt. Beginn ist um 18 Uhr.

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