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07.10.2009

Neu in Illertalklinik: Gerät für Knochen und Balance

Illertissen (lor) - Mit der Anschaffung eines neuwertigen Vibrationsgerätes zur Bekämpfung von Osteoporose oder Balancestörungen wie etwa nach einem Schlaganfall hat der Förderverein Illertalklinik einen weiteren Mosaikstein gelegt, um das Illertisser Krankenhaus mit seinen verbliebenen Stationen attraktiver zu machen. So können Patienten des Hauses oder von außerhalb mehrmals in der Woche von der GalileoVibrationstherapie profitieren.

Dr. Piero Banti, Vorsitzender des Fördervereins, informiert, dass es sich bei der Neuanschaffung um ein Vorführgerät handele und daher anstatt 9000 nur knapp 5000 Euro bezahlt werden mussten. Eine weitere Besonderheit: Für weniger betuchte Patienten kann die Benutzung kostenlos oder zu einem geringen Beitrag erfolgen. Banti: "Meist sind ältere Menschen von diesen Krankheiten betroffen, und bei geringem Einkommen können sie sich solche Therapien gar nicht leisten."

Natürliche Bewegungsmuster

Die Wirkung des Vibrationsgerätes beruht auf sehr schnellen Wippbewegungen, ähnlich den natürlichen Bewegungsmustern beim Gehen oder Laufen der Menschen. So können Knochenschwund, Muskelaufbau oder Gleichgewichtsstörungen positiv beeinflusst werden.

Neu in Illertalklinik: Gerät für Knochen und Balance

Als Wilhelmine Geßner aus Vöhringen vor Jahren einen Lendenwirbelbruch erlitt, hieß die Diagnose Osteoporose. Seither nützt sie jede Gelegenheit, absolviert stramme Spaziergänge und stellt sich zweimal wöchentlich auf die Trainingswippe, die sich im Rechts-links-Wechsel auf und ab bewegt.

"Die Erfolge sind messbar"

Das Training wird allgemein als sehr wohltuend und schmerzlindernd empfunden. Wilhelmine Geßner: "Hinterher fühle ich mich frei und bin sogar für einige Zeit die Rückenschmerzen los." Dr. Banti bestätigt, dass für Erkrankte regelmäßige Bewegung um so wichtiger sei: "Die Erfolge sind messbar, wenn die Knochendichte zunimmt."

Übungsmöglichkeit

Eugen Willer wohnt in Illertissen und freut sich, nach seinem Schlaganfall in der Illertalklinik günstig üben zu können. Er schätzt das schonende Verfahren und will unter anderem das Gleichgewicht trainieren. Dazu steigert Banti die Trainingseinheiten und die Vibrationsfrequenz. Aber auch Willer trägt aktiv seinen Teil dazu bei, indem er von Mal zu Mal mehr in der Grätsche stehen muss. Geht der Patient in die Hocke, werden untere Muskelpartien trainiert. "Eine gute Sache, wie sie im Sport nicht zu erreichen ist", sind sich hier alle einig.

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