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Neu-Ulm

06.12.2018

Neue Beratungsstelle in Neu-Ulm bietet Unterstützung für Behinderte

Sind Ansprechpartner in der neuen Beratungsstelle für Behinderte in Neu-Ulm: (von links) Marei Richter, Jürgen Freitag und Stefanie Mäckle.
Bild: Dagmar Hub

In Neu-Ulm hat eine Teilhabe-Beratung für die Landkreise Neu-Ulm und Günzburg eröffnet. Weitere Außenstellen sind schon in Planung.

Beratungsstellen, die Menschen mit Behinderungen zur Seite stehen, damit sie am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können, sind im Sozialgesetzbuch verankert, und seit Januar 2018 entstehen nach dem Bundesteilhabegesetz solche Beratungsstellen bundesweit. Seit September wurde in der Neu-Ulmer Friedenstraße 7 die sogenannte EUTB aufgebaut, eine neue Beratungsstelle der Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung der Landkreise Neu-Ulm und Günzburg. Am Dienstagnachmittag wurde sie eröffnet. Weitere Außenstellen in Krumbach und Illertissen sind in Planung, vermutlich auch in Weißenhorn.

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Die EUTB will Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen, Menschen mit psychischen Erkrankungen, aber auch deren Angehörige sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Institutionen und Vereinen unterstützen – ganz besonders auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Hilfestellung gibt es beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen.

Die häufigsten Themen, die in den Räumen der EUTB gestellt werden, drehen sich um die Themenfelder Arbeit und Wohnen, wie Heilpädagogin Stefanie Mäckle erklärte, die ganz in der neuen Neu-Ulmer Beratungsstelle tätig sein wird.

Neue Beratungsstelle in Neu-Ulm bietet Unterstützung für Behinderte

Ihre Kollegin Marei Richter, die Pädagogik studierte, aber seit längerer Zeit bereits in der Behindertenarbeit tätig ist, wird montags im Günzburger Ableger der EUTB beraten, an den anderen Wochentagen ist sie in Neu-Ulm. Zudem arbeitet im Büro in der Friedenstraße aktuell Jürgen Freitag als Praktikant: Er durchläuft gerade eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter.

Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung in Neu-Ulm hat eröffnet

Bei der Eröffnung lobte Bundestagsabgeordneter Georg Nüßlein (CSU) die Arbeit der beiden Träger, des Dominikus-Ringeisen-Werkes Ursberg und der Diakonie Neu-Ulm. Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung solle eine für die Betroffenen kostenlose Wegweiser-Funktion erfüllen – neben den gesetzlichen Beratungspflichten der Rehabilitationsträger, sie ergänze diese. Wichtig, so Nüßlein, sei auch das „Peer Counseling“ – die Beratung durch Betroffene, seien sie nun selbst behinderte Menschen, die gute Kenntnisse über das System haben, oder deren Angehörige. Die Unabhängigkeit der Beratung diene dem Wohl der Leistungsempfänger. Die neue Beratungsstelle in Neu-Ulm ist zentral gelegen und unproblematisch zu erreichen, lobte Nüßlein.

Die offenen Sprechzeiten des Büros ermöglichen es, einfach in den Büroräumen vorbeizukommen; für längere Gespräche allerdings sollten Termine vereinbart werden, erklärte Mitarbeiterin Mäckle. Beratung könne bereits im Vorfeld der Beantragung von Leistungen beginnen. Die EUTB zeige verschiedene Möglichkeiten und Unterstützungsformen in der Region an. Rechtliche Beratung für Widerspruchs- und Klageverfahren gibt es allerdings nicht.

Die EUTB ist erreichbar unter Telefon 0731/40310391 und 0731/40310392 oder per Mail an info@eutb-nu-gz.de. Auf der Home-page der EUTB (www.eutb-nu-gz.de) finden sich auch Informationen in einfacher Sprache.

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