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Neu-Ulm

07.09.2019

Neue Broschüre bietet Senioren Tipps für altersgerechtes Wohnen

Die meisten Senioren wünschen sich, möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben zu können. Um sie zu unterstützen, hat die Stadt Neu-Ulm die Broschüre „Ein Leben lang zu Hause wohnen“ aufgelegt.
Bild: Friso Gensch/dpa (Symbolbild)

Die Stadt Neu-Ulm möchte Senioren bei der Umgestaltung ihrer Wohnung helfen, damit die eigenen vier Wände auch noch im Alter passen. Eine Broschüre bietet Tipps.

Bis Mitte der 30er Jahre wird der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung auf etwa 35 bis 40 Prozent steigen. Dieser Entwicklung will die Stadt Neu-Ulm frühzeitig Rechnung tragen. Sie hat deshalb ihr Seniorenkonzept überarbeitet und versucht, dabei eine „Zukunftsbrille“ aufzusetzen: Was kann Neu-Ulm bereits heute tun, damit es den älter werdenden Bürgern auch in 20, 30 Jahren noch gut geht?

„Senioren sollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben“, nennt Ralph Seiffert, der Leiter des Fachbereichs Schulen, Kultur, Sport und Soziales, das wichtigste Ziel des Konzepts. Einen weiteren Baustein dafür bildet die Broschüre „Ein Leben lang zu Hause wohnen“, die ab nächsten Mittwoch im Neu-Ulmer Rathaus und im Bürgerbüro kostenlos ausliegt.

Prüfen, ob es in Haus oder Wohnung Verbesserungsbedarf gibt

Sie soll Senioren – also Menschen ab 65 – und ihre Angehörigen bei der altersgerechten Anpassung der eigenen vier Wände unterstützen. Bei einem Rundgang durch verschiedenen Räume wird aufgezeigt, wo es Probleme geben kann und wie Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer baulich so verändert werden können, dass Senioren auch mit körperlichen Einschränkungen noch gut darin zurecht kommen. Das reicht vom barrierefreien Umbau der Dusche über die Beseitigung von Stolperfallen bis zum Einbau eines Treppenlifts. Aber auch auf dem Balkon oder im Garten lässt sich einiges verändern. Die Broschüre nennt Ansprechpartner für eine individuelle Wohnberatung, Adressen der Seniorenberatungsstellen und Finanzierungsmöglichkeiten. Anhand einer Checkliste können ältere Menschen und ihre Angehörigen prüfen, wo es in der Wohnung oder im Haus Verbesserungsbedarf gibt.

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Zu den Fragen gehören beispielsweise: Sind die Fenstergriffe leicht zu bedienen? Lässt sich die Haustür leicht öffnen und schließen? Sind Teppiche fest verklebt und Läufer mit einer rutschfesten Gummimatte unterlegt? Lassen sich Rollläden elektrisch bedienen? Gibt es einen Bewegungsmelder für das Licht für nächtliche Gänge zum WC? Geht die Badezimmertür nach außen auf? So können mögliche Probleme erkannt und beseitigt werden.

Seniorenkonzept der Stadt Neu-Ulm: Auch Digitalisierung spielt eine Rolle

Das Seniorenkonzept der Stadt bildet die Handlungsfelder Wohnen, Versorgung, Gesundheit und Pflege, Mobilität sowie Integration und Teilhabe ab. In Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (Bagso) nimmt Neu-Ulm an einem Pilotprojekt teil, das das Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen verbessern soll. Dabei geht es um Bewegung, Ernährung und soziale Teilhabe.

Aber auch das Thema Digitalisierung spielt eine Rolle. Beim Projekt „Senior IT Think Tank“ (Sitt) nehmen Senioren gemeinsam mit Wissenschaftlern, Ärzten, Pflegern und Vertretern von Unternehmen an Workshops teil, um an der Entwicklung von altersgerechter digitaler Technik zu arbeiten. Das könnte zum Beispiel eine Gesundheits-App sein, die ganz auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist. Start war Anfang des Jahres, im Oktober sind mehrere Werkstatt-Tage geplant. Beteiligt sind die Hochschulen Neu-Ulm, Ulm, Biberach und die Universität Ulm.

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