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01.07.2010

Neue Firma für grüne Energie

Die Kreisräte im Bauausschuss haben beschlossen, eine Firma zu gründen. Sie soll sich um den Bau von Solaranlagen auf kreiseigenen Dächern kümmern. Foto: arc
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Die Kreisräte im Bauausschuss haben beschlossen, eine Firma zu gründen. Sie soll sich um den Bau von Solaranlagen auf kreiseigenen Dächern kümmern. Foto: arc
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Neu-Ulm Der Landkreis Neu-Ulm will weiter in erneuerbare Energien investieren. Der Bauausschuss des Kreistages hat nun beschlossen, ein Unternehmen zu gründen, das sich um den Bau neuer Solaranlagen kümmern soll.

Nach Auffassung von Landrat Erich Josef Geßner soll der Kreis eine "Vorbildfunktion" beim Ausbau von erneuerbaren Energien übernehmen. Der Kreis habe bereits mehrere Vorhaben umgesetzt, etwa eine Holzhackschnitzelanlage beim Schulzentrum Neu-Ulm in Pfuhl und eine Fotovoltaik-Anlage am Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Nun legte die Verwaltung den Kreisräten drei Alternativen vor, um mehr grüne Energie zu erzeugen. Hier ein Überblick.

Flächen: Künftig könnten weitere Fotovoltaikanlagen entstehen. Dafür stünden viele Dachflächen zur Verfügung, etwa an der Inge-Aicher-Scholl-Realschule in Pfuhl, an der Christoph-Probst-Realschule in Neu-Ulm, am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium in Weißenhorn, der Realschule in Vöhringen und der Wilhelm-Busch-Förderschule in Illertissen. Die Kraftwerke könnten auf zwei Arten finanziert werden: Zum einem könnte der Landkreis die Investitionskosten in seinem Haushalt aufnehmen. Eine andere Lösung wäre die Gründung einer Firma - etwa einer GmbH - , die den Ausbau organisiert. Die Stadt Neu-Ulm betreibe ein solches Modell. Ein Wirtschaftsprüfer hätte dies geprüft und empfohlen, so die Verwaltung.

Stiftung: Zudem könnte der Landkreis eine Stiftung gründen. Ein Beispiel: Dies habe die mittelfränkische Stadt Fürth bereits unternommen und 1,5 Millionen Euro investiert. Eine Stiftung würde die Fotovoltaik-Anlage über Darlehen finanzieren und später Geld aus der Verpachtung einnehmen. Auch einen Namen hatte die Verwaltung bereits parat: "Sonne für den Landkreis Neu-Ulm".

Neue Firma für grüne Energie

Fonds: Der Kreis könnte auch eine Solarpark-Gesellschaft gründen, die zunächst Dachflächen von Kommunen pachtet und den Bau der Solarkraftwerke dann zusammen mit anderen Darlehensgebern finanziert und betreibt. Danach würde die Gesellschaft den Landkreisbürgern Anteile an den Anlagen zum Kauf anbieten.

Nach Ansicht der Verwaltung scheint der Ausbau mit einer selbst gegründeten Firma - Alternative eins - als "sicherste Art zur Umsetzung". Die Kreisräte folgten der Empfehlung und beschlossen einstimmig die Gründung eines Unternehmens. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes die Geschäfte übernehmen könnte. Der Bau der Anlagen soll mit einem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bezahlt werden.

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