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Landkreis/Oberelchingen

07.12.2019

Neue Heimat für alte Schätze aus Oberelchingen

Dieses Modell der einstigen Oberelchinger Klosteranlage stammt aus dem Jahr 1793. Es wird im neuen Schaudepot unterkommen.
Bild: Andreas Brücken

Der Landkreis macht Geld locker für das Elchinger Schaudepot im alten Rathaus. Damit ist der Weg frei, um die Zeugnisse der Vergangenheit würdig zu präsentieren

Die Zeit der Provisorien ist bald vorbei, die Kunstschätze des einstigen Klosters Oberelchingen bekommen eine neue Heimat: im Schaudepot, das im ehemaligen Oberelchinger Rathaus seine Heimat bekommt. Möglich wird das, weil der Landkreis nun entsprechendes Geld zur Verfügung stellt. Der Kreisausschuss gab dafür am Freitag seine Zustimmung.

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Damit werden die Bemühungen von Richard Ambs, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Klostermuseums Elchingen, doch noch von Erfolg gekrönt – und die Zeugen der Vergangenheit haben nun einen Platz, an dem sie nicht nur vernünftig aufbewahrt, sondern auch der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Manches von dem, was in der ehemaligen Bibliothek über der Sakristei sowie auf dem Dachboden der Klosterkirche lagerte, war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Etwa das Klostermodell aus Pappmachée von 1793, das derzeit in München restauriert wird. Jahrelang hatte der Verein nach einer passenden Bleibe für die verschiedenen Kunstobjekte gesucht, nun kommen sie im alten Rathaus unter. Dort werden sie nicht nur gelagert, sondern im Rahmen von Führungen, welche der 72 Mitglieder starke Verein übernimmt, der Öffentlichkeit gezeigt.

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Diese Lösung war bereits zu Beginn des Jahres diskutiert worden, allerdings hatte der Landkreis Bedingungen an eine Förderung geknüpft. So sollten unter anderem Mittel aus dem Leader-Fördertopf der Europäischen Union angezapft werden. Außerdem musste der Museumsverein, der die Sammlung betreibt und sich um Konservierung und Restaurierung der Kunstgegenstände kümmert, eine Ausschreibung für die Ausstattung des Depots starten. Mittlerweile sind entsprechende Angebote eingegangen, das günstigste liegt bei 70000 Euro. Seit Oktober steht auch fest, dass aus dem Leader-Topf die nötigen Gelder abgerufen werden können.

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Nachdem alle gewünschten Vorarbeiten erledigt sind, hat der Kreisausschuss jetzt die in Aussicht gestellten 35000 Euro zur Einrichtung des Depots freigegeben. Zudem zahlt der Landkreis an die Katholische Kirchenstiftung St. Peter und Paul Oberelchingen 5000 Euro. Sie tritt künftig als Trägerin des Depots auf. Damit war auch der Weg frei, um Gelder von Leader bekommen zu können, denn die gibt es nur für eine langlebige Einrichtung wie die Kirchenstiftung. Knapp 30000 Euro aus EU-Mitteln stehen nun für Oberelchingen zur Verfügung. Auch die Gemeinde Elchingen gibt etwas dazu, nämlich einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro. Außerdem vermietet sie das Gebäude an die Kirchenstiftung zum Preis von lediglich 200 Euro. Die Kommune kümmert sich auch um den Unterhalt des Baus.

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Nachdem das Finanzielle nun geklärt ist, kann mit der Einrichtung des Schaudepots begonnen werden. Landrat Thorsten Freudenberger bedankte sich ausdrücklich bei Richard Ambs als Vorsitzendem des Museumsvereins, der das Projekt mit so viel Ausdauer vorangetrieben habe. Das Depot sei „eine gute Sache“.

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