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Pfaffenhofen

24.01.2018

Neue Pläne für die alte Taverne in Pfaffenhofen

Es scheint sich was zu tun in Sachen „Äußere Taverne“.
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Es scheint sich was zu tun in Sachen „Äußere Taverne“.
Bild: Archivfoto Willi Baur

Ein Investor möchte das seit Jahren leer stehende Gebäude sanieren, eine neue Gaststätte und darüber Wohnungen einrichten. Jetzt sind die Behörden gefragt.   

Hat die alte Taverne in Pfaffenhofen doch noch eine Zukunft? So scheint es, nachdem am Montagabend im Bauausschuss der Marktgemeinde überraschend noch eine Bauvoranfrage auf die Tagesordnung kam. So will ein Investor das seit Jahren leer stehende, denkmalgeschützte Gebäude sanieren, eine neue Gaststätte im Erdgeschoss einrichten und darüber Wohnungen schaffen.

Zwar gibt es noch einige ungeklärte Fragen, zum Beispiel, ob in dem Gebäude, das an markanter Stelle steht, überhaupt Wohnungen zulässig sind. Doch grundsätzlich stehen die Marktgemeinderäte dem Vorhaben positiv gegenüber. Einstimmig sprachen sie sich dafür aus, der Bauvoranfrage das Einvernehmen zu erteilen.

Wie Pfaffenhofens Bürgermeister Josef Walz im Gespräch mit unserer Zeitung sagt, will der Investor das Baugesuch erst einreichen, wenn das Landratsamt Neu-Ulm seine Zustimmung für den angedachten Wohnraum gibt. Auch der Rathauschef ist angetan von dem Vorhaben. Schließlich ist die „Äußere Taverne“ ein Dauerbrenner in der Marktgemeinde. Die Bürger ärgern sich seit vielen Jahren über die Immobilie im Zentrum Pfaffenhofens, die ein tristes Dasein führt. Ein Abbruch war auch schon einmal im Gespräch. Das lehnte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege im Mai 2016 jedoch entschieden ab. Das historische Gebäude sei als Denkmal zu erhalten.

Haucht der nun aktiv gewordene Investor der Taverne endlich wieder neues Leben ein? Walz ist zuversichtlich: „Die Referenzen sind vielversprechend. Ich würde ihm zutrauen, dass er das schafft.“ Allzu viel will der Bürgermeister über ihn noch nicht preisgeben. Nur, dass er aus Burlafingen komme, in den vergangenen Jahren unter anderem in Söflingen und Neu-Ulm aktiv gewesen sei und in Regensburg ein denkmalgeschütztes Gebäude aufwendig saniert habe.

Auch Peter Pfistermeister, der Eigentümer der Taverne, hält sich mit Informationen über den Investor und das Vorhaben noch zurück. Er hat sich aber offensichtlich schon mit dem Burlafinger auf das weitere Vorgehen geeinigt: „Wenn das Landratsamt, das Landesdenkmalamt und die Marktgemeinde ihr Einverständnis zu den Plänen geben, dann werde ich ihm das Gebäude verkaufen“, sagt Pfistermeister.

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