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Pfuhl

28.01.2018

Neue Schulbibliothek: Regale voller Wissen – und auf Rollen

Freuen sich schon auf die Eröffnung der neuen Schulbibliothek: (von links) Schulleiter Mark Lörz, Verwaltungsmitarbeiterin Manuela Zapf und Michaela Förch, Leiterin der Schulbibliothek.
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Freuen sich schon auf die Eröffnung der neuen Schulbibliothek: (von links) Schulleiter Mark Lörz, Verwaltungsmitarbeiterin Manuela Zapf und Michaela Förch, Leiterin der Schulbibliothek.
Bild: Andreas Brücken

Die umgestaltete Bibliothek des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums wird kommende Woche eingeweiht. Es ist einer der ersten großen offiziellen Termine des neuen Schulleiters Mark Lörz.

Auch, wenn die neue Schulbibliothek im Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl erst kommenden Mittwoch feierlich eröffnet wird, ist schon vorab eines klar: Ihr Aussehen wird sich immer mal wieder verändern. Fahrbare Regale sollen den Raum flexibel gestaltbar machen – das ist Teil des Kernkonzepts. Und nicht nur das, wie Schulleiter Mark Lörz erklärt: „Es soll nicht nur ein Raum für Bücher werden, sondern auch ein Lernraum.“ Deshalb gibt es neben jede Menge Lesestoff in den Buchregalen und dem Zeitschriftencontainer, auch mehrere Arbeitsplätze, bequeme Sitzsäcke und ein Atrium mit Flachbildschirm.

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Lehrerin und Bibliotheksleiterin Michaela Förch hat das Konzept für die Bibliothek gemeinsam mit der ehemaligen Schulleiterin Jutta Gruber, die im vergangenen Sommer in Pension ging, entwickelt. Sie weiß, dass auch die Schüler ganz gespannt sind, die Räume endlich nutzen zu können. „Sie schauen immer mal durch die Glasscheibe vom Flur rein.“ In den Regalen werden nicht nur Lehrbücher zu Deutsch, Mathe oder Biologie stehen, im kleineren Nebenraum finden die Schüler Kinder- und Jugendliteratur. „Da sollte für jeden etwas dabei sein“, sagt Förch.

Bei der Einrichtung der Bibliothek helfen auch viele Eltern mit. „Ohne die ginge es gar nicht“, betont Förch. Schließlich sind sie auch nach der Eröffnung im Einsatz, haben in der ersten und zweite Pause Dienst in der Bibliothek. Derzeit schiebt das Team Sonderschichten. Schulleiter Lörz erklärt: „Es ist eine Riesenmenge an Arbeit.“ Denn damit die Schüler bald auch von zu Hause aus online nach der passenden Lektüre suchen können, müssen die Bücher zunächst alle in dem Programm erfasst werden. Lörz betont, wie wichtig, das Lesen für die Schüler ist: „Die Lesekompetenz ist der Schlüssel zu jedem Fach.“

Neue Schulbibliothek: Regale voller Wissen – und auf Rollen

Für die Eröffnung ist ein umfangreiches Programm geplant. Unter anderem stellen die Vorlesekönige der sechsten Klassen ihre jeweiligen Lieblingsbücher vor. „Sie sind zwar aufgeregt, waren aber alle sofort dabei“, erzählt Förch. Neben den Schüler machen auch Lehrer, Ex- Schulleiterin Gruber, Gründungsschulleiterin Karin Weisgräber, Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg der stellvertretende Landrat Roland Bürzle und Schulleiter Lörz mit.

Für Lörz ist die Eröffnung der neuen Bibliothek gleichzeitig einer seiner ersten großen offiziellen Termine – denn der 47-Jährige hat die Stelle am Suttner-Gymnasium erst im vergangenen Herbst angetreten. Zuvor war er stellvertretender Schulleiter am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium in Weißenhorn. Lörz, der Mathe und Physik unterrichtet, habe schon immer Spaß daran gehabt, anderen den Lernstoff zu erklären. Durch sein Wissen im Bereich der EDV sei er sozusagen nach und nach in die Verwaltungsebene „reingerutscht“, wie er erzählt. „Ich habe jedes Mal gemerkt, dass ich da rein finde und Positives bewegen kann.“

Am Pfuhler Gymnasium habe er sich schon sehr gut eingelebt. „Es ist eine tolle Schule mit einem unglaublichen breitem Angebot. Ich lerne immer noch dazu, was wir hier alles haben.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften, dem Elternbeirat und dem Förderverein funktioniere sehr gut. „Dieses Miteinander braucht man, damit eine Schule funktioniert.“ Sein Ziel ist es, „die Bedingungen dafür zu schaffen, das die andere bestmöglich das machen können, was sie machen“ und jeder sein Potenzial voll entfalten könne. Zudem findet Lörz Offenheit gegenüber Neuem wichtig – auch, wenn mal etwas nicht klappt. Bei seinem ersten Tag sagte er den Mitarbeitern: „Ich dürft auch einmal Fehler machen. Wichtig ist, dass wir den Mut haben, überhaupt etwas zu machen.“

In den kommenden Jahren werden sich Schulen Lörz zufolge vor allem mit der Digitalisierung auseinandersetzen und neue Kompetenzen vermitteln müssen. Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium läuft dazu schon ein Projekt, bei dem eine Klasse in allen Fächern in Computerraum unterrichtet wird. Dennoch ist für Lörz ganz klar, dass es auch beim Thema Digitalisierung eine Grenze gibt: „Es muss im Dienst des Lernens stehen – und nicht umgekehrt. Im Zweifelsfall gilt immer: Pädagogik vor Technik.“

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