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Neu-Ulm

05.12.2013

Neue Turnhalle schon im Herbst?

Die alte Sporthalle im Wiley am Wasserturm wird abgerissen, um dem Erweiterungsbau der Hochschule Platz zu machen. Der Ersatzbau soll laut Haupt- und Finanzausschuss so bald wie möglich her, um Hallenengpässe zu verhindern.
Bild: Alexander Kaya

Weil die alte Wiley-Sporthalle der Hochschule weichen muss, wollen Neu-Ulms Stadträte den Bau einer Ersatzhalle beschleunigen

Nur knapp viereinhalb Stunden hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend benötigt, um den Vermögenshaushalt 2014 der Stadt Neu-Ulm in Höhe von 34 Millionen Euro und das Investitionsprogramm bis 2017 zu beraten und dem Stadtrat zur Annahme zu empfehlen.

Heuer ging es dem Ausschuss anders als noch im Vorjahr nicht so sehr ums Geldsparen, sondern eher darum, bestimmte Maßnahmen zweckmäßigerweise vorzuziehen oder zeitlich zu verschieben. Auch ging es immer wieder um die Frage, ob denn die Verwaltung überhaupt in der Lage sei, das für 2014 geplante umfangreiche Investitionsprogramm abzuarbeiten. Hier einige Beispiele:

Parkhaus am Bahnhof: Die Sanierung des Parkhauses am Bahnhof wird um ein Jahr verschoben. „Wir schaffen es nicht das alles in 2014 abzuwickeln“, begründete Kämmerer Berthold Stier die Änderung. Ebenso Stadtbaudirektor Andreas Neureuther, der zunächst im kommenden Jahr für 400000 Euro das Sanierungskonzept entwickeln lassen und die Erneuerung „dann in 2015 durchziehen“ will.

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Turnhalle im Wiley: Anders die neue Wiley-Turnhalle, für die 4,6 Million Euro angesetzt sind. Mit dem Ersatzbau für die bestehende Sporthalle, die der Hochschulerweiterung weichen wird, sollte ursprünglich erst 2015 begonnen werden. Fürs kommende Jahr waren erst mal nur Planungskosten eingesetzt. Auf Rainer Juchheims (Grüne) Antrag, „die Halle so schnell wie möglich zu bauen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Bauplanung für eine Turmhalle ein ganzes Jahr dauert“, wurde die Baumaßnahme vorgezogen. Einstimmig beschloss der Ausschuss, „eventuell schon im Spätherbst 2014 mit dem Neubau anzufangen“.

Rathaus Pfuhl: Auf Antrag von Hermann Hillmann (CSU), der von SPD-Sprecher Karl-Martin Wöhner unterstützt wurde, erhält das alte Rathaus in Pfuhl, in dem das Heimatmuseum eingerichtet ist, schon im kommenden Jahr neue Fenster. Die auf 30000 Euro veranschlagte Maßnahme war ursprünglich auf 2015 gesetzt worden.

Sitzungssaal im Rathaus: Mit Kosten um rund 50000 Euro wird die Diskussionsanlage mit Mikrofonen, Leitungen und Lautsprechern im Sitzungssaal erneuert. Die 14 Jahre alte bestehende Anlage habe von Anbeginn nie richtig funktioniert, wurde nun beklagt. Christa Wanke (CSU) hätte gern auch gleich den gesamten Sitzungssaal umgebaut, um von der derzeitigen Parlamentssitzordnung wegzukommen. Auch Oberbürgermeister Gerold Noerenberg fand die Anordnung „suboptimal“ und sprach sich für ein „doppeltes U“ der Tischanordnung aus.

Straßenmaler für die Kultur: FDP-Sprecher Alfred Schömig würde gern etwas „für die lokale Kunst in Neu-Ulm machen, vielleicht mit Straßenmalern oder -künstlern“. Auf den öffentlichen Plätzen möchte auch Christa Wanke mehr für die Kultur tun. Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters muss Museumsleiterin Helga Gutbrod „im Januar mal vortragen, was so in der Kunst in Neu-Ulm passiert“. Der Eingang des Edwin-Scharff-Museums jedenfalls wird erst in 2015 für knapp 700 000 Euro umgebaut, obwohl Grünen-Rat Wolfgang Moll die Maßnahme um ein Jahr vorverlegen wollte.

Skaterplatz Pfuhl: Völlige Unsicherheit herrschte im Ausschuss um den für 2014 auf dem Jugendtreffpunkt am Brumersweg in Pfuhl geplanten Skateplatz. Tanja Fendt (Pro Neu-Ulm) wollte ihn gänzlich aus dem Etat streichen. Wolf-Dieter Freyberger (CSU) schloss sich dem Vorschlag an.

Auch Hermann Hillmann hielt nichts von der geplanten Neuanlage, weil doch im nahen Offenhausen „eine sehr schöne Anlage“ bestehe. Die veranschlagten rund 52000 Euro erhielten einen Sperrvermerk. Die Pfuhler Jugendlichen sollen vorerst nach Offenhausen rollen, um dort zu skaten.

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