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Projekt

29.02.2016

Neuer Anlauf für ein Klostermuseum

Zahlreiche Figuren warten im Depot auf ihre Restaurierung.
Bild: mde

In Elchingen nimmt sich eine Arbeitsgruppe des Themas an. Bürgermeister Eisenkolb stellt Mittel in Aussicht

Die Verwirklichung eines Klostermuseums Elchingen ist wieder einen Schritt näher gerückt. Das Licht am Ende des Tunnels soll eine neu gegründete Arbeitsgruppe entzünden (siehe Infokasten). Einen entsprechenden Antrag hatten die Unabhängigen Freien Wähler (UFWG) und die Elchinger Umweltliste (Eule) im Gemeinderat eingebracht.

„Wir werden die Kuh vom Eis holen, unsere Schätze müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, war Manfred Bittner (Eule) überzeugt. Er stellte der „frustrierenden Machbarkeitsstudie für ein Klostermuseum“ (wir berichteten) die Realisierung eines regionalen Museums mit überregional bedeutsamen Beständen der ehemaligen Reichsabtei Elchingen gegenüber. „Wir müssen die Kunstschätze unserer Vergangenheit schützen und in Elchingen bewahren“, meinte Karin Batke (UFWG) und sprach damit das Interesse anderer Museen an den Oberelchinger Exponaten an, falls es in Elchingen nicht zur Museumsgründung kommen sollte. „Wir sollten den Zug aufs Gleis setzen“, war auch Karl Mayer (CSU) überzeugt. Allerdings wies er darauf hin, dass im Investitionsprogramm bis 2019 noch keine finanziellen Mittel für ein Klostermuseum ausgewiesen seien.

„Das kann man ändern, das bedeutet nicht, dass kein Geld da ist. Das Investitionsprogramm ist kein festgeschriebenes Programm. Wir brauchen allerdings erst ein Konzept für das Klostermuseum“, antwortete Eisenkolb. Mit Wilhelm von Humbolds Zitat „Wer seine Vergangenheit nicht kennt, kann seine Zukunft nicht gestalten“, plädierte auch Armin Willbold (DGO) namens seiner Fraktion für die Erarbeitung eines Elchinger Museumskonzeptes durch die neue Arbeitsgruppe.

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„Packen wir’s an“, forderte Reinhard Rotermund (Eule) den Gemeinderat auf. Er wies auf Gespräche mit Altlandrat Franz-Josef Schick hin, der in einem Drei-Punkte-Plan die ersten Schritte zur Verwirklichung des Museums sehe: Als Erstes müssten die Objekte von der Kirche zur musealen Verwendung freigestellt werden, zweitens müssten entsprechende Räumlichkeiten gefunden werden und drittens müsse ein Finanzplan aufgestellt werden. Mit diesem Konzept wäre dann wahrscheinlich auch der Landkreis mit im Boot.

Der Antrag von UFWG und Eule sieht es außerdem als sinnvoll an, den „Leitfaden zur Erstellung eines Museumskonzeptes“ (Herausgeber ist der Deutsche Museumsbund) abzuarbeiten. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sollten sich auf eine mehrheitsfähige und auch finanzierbare Lösung einigen und diese allen Gremien vorlegen. (mde)

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