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22.06.2009

Neuer Chef der Verkehrspolizei ist ein alter Bekannter

Neu-Ulm (kr) - Seit gestern hat die Verkehrspolizeiinspektion Neu-Ulm einen neuen Leiter. Auf den altersbedingt in den Ruhestand verabschiedeten Hans Wiedersatz folgt der bisherige stellvertretende Chef der PI Neu-Ulm, Günter Hohenwarter.

Der Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Hans-Jürgen Memel, erinnerte im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die Verdienste von Wiedersatz, der über 41 Jahre die Polizeiuniform trug. Der gebürtige Neu-Ulmer wollte ursprünglich Elektriker werden, entschied sich dann aber im Jahr 1968, Ordnungshüter zu werden. Seine Technikbegeisterung hat ihn niemals losgelassen. Selbst als Beamter in führender Position war er sich nicht zu schade, selbst zu Schraubenzieher und Lötkolben zu greifen, um beispielsweise ein defektes Geschwindigkeitsmessgerät zu reparieren. Sein dienstlicher Weg führte Wiedersatz unter anderem nach Günzburg, Krumbach und Burgau, unterbrochen von "Gastspielen" in Neu-Ulm. Seit Oktober 2006 leitete er die VPI Neu-Ulm, der die Autobahnpolizeistationen Memmingen und Günzburg nachgeordnet sind. Insgesamt ist der VPI-Leiter für rund 110 Ordnungshüter verantwortlich.

Die Gefahr, dass es dem Hauptkommissar a. D. in seinem "Unruhestand" langweilig werden könnte, besteht nicht. Wie Polizeipräsident Memel verriet, plant der passionierte Motorradfahrer, ein altes Mercedes-Cabrio herzurichten.

In seiner kurzen Ansprache gestand Wiedersatz, dass das Schwierigste in seiner Laufbahn "das Führen von Menschen" gewesen sei. Denn dafür gebe es kein "Buch, in dem man nachschlagen kann, was zu tun ist". "Der Dienst auf der Straße dagegen hat mir nie Probleme gemacht."

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Sein Nachfolger, Hauptkommissar Günter Hohenwarter, der erst in der vergangenen Woche zum neuen VPI-Dienststellenleiter ernannt worden ist, ist in Neu-Ulm längst kein Unbekannter mehr. Der Bartträger ist seit 25 Jahren in der Stadt tätig, seit 2001 als stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion.

Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel wörtlich: "Mit Hohenwarter ist die Entscheidung des Innenministeriums auf einen Kollegen gefallen, der nicht nur aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten für diese Führungsaufgabe bestens qualifiziert ist, sondern der auch davon profitiert, die wichtigen Ansprechpartner in der Region, die Brennpunkte der polizeilichen Arbeit und die Vorlieben der örtlichen Medien zu kennen."

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