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Senden/Illerzell

18.01.2020

Neuer Kies für die Iller: Der Uferweg wird lange gesperrt

Die Iller bekommt neuen Kies. Der Uferweg zwischen Senden und Illerzell ist deshalb ab Montag wochenlang gesperrt.
Foto: Alexander Kaya

Am Montag starten Bauarbeiten am Flussstück zwischen Senden und Illerzell. Der Uferweg wird dann wochenlang komplett gesperrt.

Der östliche Uferweg an der Iller zwischen dem Ayer Wehr bei Senden und dem Mädelsteg bei Illerzell ist ab Montag, 20. Januar, für Radfahrer und Fußgänger gesperrt. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten am Deckwerk, wie der Landesbetrieb Gewässer am Regierungspräsidium Tübingen mitteilt. Die Sanierung soll bis Ende März dauern. In dieser Zeit könne es auch an anderen Rad- und Fußgängerwegen im Bereich der Baustelle zu Behinderungen kommen. Während der Arbeiten sei zudem mit erhöhtem Lkw-Verkehr zu rechnen, wobei die Lastwagen nicht über die Ortschaften anfahren werden, heißt es in der Mitteilung. Schon im Vorfeld wurden Bäume am Uferweg gefällt.

Der Aufwand für die Sanierung ist enorm. 4800 Kubikmeter Kies schafft die beauftragte Baufirma nach Senden, 2700 Tonnen Granitsteine werden aus dem Bayerischen Wald an die Iller transportiert. Die Baukosten von insgesamt rund 450000 Euro tragen zu je einem Drittel der baden-württembergische Landesbetrieb Gewässer, das bayerische Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und der Wasserversorger Steinberggruppe.

Das Deckwerk der Iller löst sich auf

Das bestehende Deckwerk wurde 2004 gebaut und habe bisher maßgeblich zur Stabilisierung der Sohle in der Iller beigetragen. Nun würden die großen Steine und der Kies langsam ihre stabilisierende Funktion verlieren: „Nach über fünfzehn Jahren löst sich das Deckwerk auf“, heißt es in der Mitteilung. Der Fluss grabe sich mittlerweile immer tiefer ein, was unter anderem Folgen für die Trinkwasserbrunnen haben könnte. Diese drohen trockenzufallen. Nach den Arbeiten soll dann unter anderem der Grundwasserspiegel wieder steigen.

Die Sanierung ist eine von zahlreichen Maßnahmen, die unter dem Projektnamen „Agile Iller“ in den kommenden Jahren an insgesamt 59 Stellen zwischen Aittrach und Unterallgäu und der Mündung in Ulm geplant sind. An Flusskilometer 11, wo ab Montag schon aufgefüllt wird, ist vorgesehen, die Ufer samt den Wegen zurückzuverlegen. So soll die Iller aufgeweitet und der Fluss „Raum zur Entwicklung“ bekommen. Des weiteren ist angedacht, kleine Querdämme oder Totholz einzubauen, um neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Der genaue Zeitplan für das Projekt dafür steht derzeit allerdings noch nicht fest.

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