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22.01.2021

Neuer Kindergarten in Aufheim: So soll er aussehen

In Aufheim soll ein neuer Kindergarten mit drei Gruppen in modularer Bauweise gebaut werden.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Im Sendener Stadtteil soll ein modularer Bau entstehen – jedoch ohne den Charme eines „Container-Kindergartens“.

Aufheim bekommt einen neu gebauten Kindergarten – das ist nun beschlossene Sache. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für das Projekt gestimmt. Neu ist auch: Der Kindergarten wird in modularer Bauweise erstellt, er werde jedoch keinesfalls das Flair eines „Container-Kindergartens“ haben, versichert die Verwaltung.

Standort für den neuen Kindergarten, der aus zwei normalen Gruppen und einer Kita-Gruppe bestehen soll, ist der Platz, auf dem derzeit das Jugendhaus „Villa Aufheim“ steht. Ob er in Holzständerbauweise oder modular entsteht, ist noch nicht ganz sicher. Die Verwaltung hat sich modular gefertigte Kindergärten angesehen und eigenen Angaben nach nur positive Reaktionen von Erzieherinnen erhalten. Im Inneren falle kaum auf, dass man sich in einem „Container-Kindergarten“ befinde, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Wird auch das neue Schulzentrum in Container-Weise gebaut?

Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) plädierte auch in Sachen neues Schulzentrum bereits für die modulare Bauweise. Die Containermodule seien qualitativ sehr hochwertig, ihr Bau werde beispielsweise genauso hoch gefördert wie ein massiver Neubau. „Das sagt schon alles über die Qualität aus“, sagte die Rathauschefin.

Die 2,75 Meter hohen Module ließen sich in nahezu jeder beliebigen Form und Größe aufstellen, lediglich Rastermaße seien einzuhalten. Auch energetisch müsse man keine Abstriche machen: Die Module entsprechen den gültigen Energie-Vorschriften, besitzen beispielsweise dreifach verglaste Fenster und lassen sich beheizen und klimatisieren. Die Wände und die Außenfassade lassen sich laut Verwaltung nach Belieben gestalten, egal ob durch Putz, Holz oder farbige Platten.

Der Kindergarten würde schlüsselfertig geliefert und montiert und müsste dann nur noch mit Mobiliar ausgestattet werden – und das in Rekordzeit. Laut Verwaltung dauere es ab Bestellung bis zur Übergabe nur acht bis zwölf Wochen.

Trotz der Bauweise und Schnelligkeit könne der neue Kindergarten 30 bis 40 Jahre betrieben werden, betont die Verwaltung. Ein großer Pluspunkt sei die Flexibilität: Falls sich der Betreuungsbedarf vor Ort verringere, lassen sich Module entnehmen und anderweitig einsetzen. Die Stadt müsse bei all dem nur das Grundstück erschließen, die Villa Aufheim abreißen sowie ein Fundament und die Außenanlagen anfertigen lassen. Die Kosten insgesamt: rund 1,4 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Die Sanierung des bestehenden Kindergartens hätte rund 2,5 Millionen Euro gekostet. Dieses Gebäude soll nach Plänen der Stadt dennoch mit möglichst geringem Aufwand saniert und so weiterhin als Kindergarten genutzt werden. Auch deswegen führt die Stadtverwaltung in Sachen Betreiber zunächst Gespräche mit der katholischen Kirche, denn diese leitet bereits den „alten“ Kindergarten in Aufheim. Für die Jugendlichen soll, wie berichtet, nach dem Abbruch der Villa Aufheim ein neuer Standort gefunden werden.

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