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Ulm

30.08.2020

Neuer Kurs an der Volkshochschule Ulm: Wie schütze ich mich als Verbraucher?

Welche Fallen lauern in vermeintlich guten Angeboten?

Plus Eine Ulmer Initiative will Bürgern Ärger bei Angeboten am Telefon ersparen. Dazu gibt es jetzt ein neues Kursangebot an der Ulmer Vh.

Alle paar Tage klingelt das Telefon. Eine freundliche Stimme fragt nach dem aktuell bezahlten Strompreis und erzählt, wie viel Geld der Angerufene sparen könne, wenn er zur Firma XY wechselt. Erst die präzise Nachfrage zeigt: Der tolle Preis gilt nur für kurze Zeit, danach erhöht er sich automatisch. Um Konflikte zu vermeiden, die durch Offerten beispielsweise von Stromversorgern oder Banken, aber auch von Handwerkern oder Versicherungen entstehen können, gibt es in Ulm jetzt ein neues Angebot zur Verbraucherberatung und Verbraucherbildung.

Ein Kurs soll Familien helfen, sich vor vielversprechenden Angeboten zu schützen

Die Vh Ulm und die Familienbildungsstätte kooperieren für diese Initiative Verbraucherbildung für Familien und Erwachsene, die im Oktober startet. Finanziert wird die Initiative vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Das Projekt läuft über zwei Jahre. Ein Teil der Kursangebote findet online statt, ein Teil als Kurs mit Präsenz. Im ersten Jahr werden die Präsenzkurse in der Familienbildungsstätte gehalten, im zweiten in der Ulmer Vh, erklärt deren Leiter Christoph Hantel. Ihm geht es vor allem darum, Konflikte zu vermeiden, dazu sollen die Kurse präventiv wirken.

Gerade Anbieter am Telefon sind oft rhetorisch sehr geschickt – doch wie und wo kann sich der Verbraucher darüber informieren, ob im Angebot ein Haken steckt – und wenn ja, wo? Christoph Hantel erklärt, dass bei den Kursen geprüfte Experten auf die Fragen der Kursteilnehmer eingehen werden. „Am Telefon werde oft das Blaue vom Himmel versprochen, aber sobald man etwas schriftlich will, kann es schwierig werden.“ Hier sei es klug, zu handeln, ehe das Kind in den Brunnen gefallen ist und man möglicherweise einen Anwalt braucht, um aus einem Vertrag wieder herauszukommen. „Die Referenten können das Spektrum der möglichen Fallen aufzeigen.“

Die meisten Teilnehmer solcher Kurse planen entweder, ein Angebot einzuholen, und wollen sich vorab informieren – oder sie haben schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, weiß Hantel. „Zum Beispiel, weil Begrifflichkeiten nicht klar sind.“ (köd)

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