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Neu-Ulm

10.06.2018

Neuer Pfarrer will aufmerksamer Ansprechpartner sein

Die Amtseinführung von Pfarrer Johannes Knöller findet Mitte Juli in der Petruskirche statt.
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Die Amtseinführung von Pfarrer Johannes Knöller findet Mitte Juli in der Petruskirche statt.
Bild: Inge Pflüger

Johannes Knöller tritt im Juli seine Stelle in der Petrusgemeinde an. Auf eine Aufgabe ist er besonders gespannt.

Seit fast einem Jahr ist die geschäftsführende zweite Pfarrstelle der evangelischen Petrusgemeinde Neu-Ulm vakant, nun wird sie zum 1.Juli mit Pfarrer Johannes Knöller wieder neu besetzt. Die Einführung ist am Sonntag, 15.Juli. Damit hat die Petrusgemeinde wohl die wechselhaften Zeiten der Vergangenheit überstanden.

„Dieser Anfang in Neu-Ulm ist für meine Frau und mich eine ganz besondere Zäsur“, sagt Johannes Knöller mit Blick auf seine bisherigen Wirkungskreise. Er verlässt nicht nur „unsere schwäbisch-württembergische Heimat um Reutlingen und Tübingen“, sondern wechselt in ein „neues kirchliches Umfeld“ – gut 25 Jahre war er nämlich erfolgreicher Pastor in der Evangelisch-Methodistischen Kirche, bis ihn sein Weg jetzt nach Bayern zur evangelisch-lutherischen Kirche führt. „Dieser Wechsel ist möglich, da zwischen beiden Kirchen volle Kirchengemeinschaft besteht“, erklärt der 53-Jährige. Er kommt mit seiner Frau Sonja Lutz-Knöller nach Neu-Ulm. Sie hat als Heilpädagogin in den vergangenen neun Jahren in der sozialen Betreuung innerhalb der Altenhilfe gearbeitet. Nun hofft sie sehr, „in diesem Bereich wieder einen Platz zu finden“, erläutert ihr Mann. Sichtlich ist die Freude des Pfarrers auf den Neuanfang an der Seite seiner neuen Kollegen, allen voran mit dem neue Dekan und erstem Petruspfarrer Jürgen Pommer.

Besonders wichtig erscheint Knöller, dass die Petruskirche die Vielfalt von Ausdrucksformen des Glaubens beibehalte und weiterentwickle. Zugleich will er ein aufmerksamer Ansprechpartner und Seelsorger sein. Sehr gespannt sei er auf die für ihn komplett neue Arbeit mit den Kindertagesstätten.

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Aufgewachsen ist Johannes Knöller in einem evangelisch-methodistischen Pastorenhaushalt, später studierte er in Tübingen Theologie und Philosophie. „Das Nachdenken über den Glauben und seine Bedeutung für die Gegenwart, macht mir bis heute Freude und ist im wahrsten Sinne des Wortes meine Leidenschaft“, beschreibt der Pfarrer, der nach dem Studium als methodistischer Gemeindepastor in Aalen und Reutlingen aktiv war, sein philosophisches Denken. 2010 wurde er dann zum Superintendenten gewählt, dabei bewältigte er vielfältige Aufgaben. Unter anderem war er verantwortlich für die Gemeinden sowie die Pastoren „zwischen Schwarzwald, Bodensee und Ostalb“. Weil diese Amtszeit im Sommer 2018 abläuft, habe er sich schon früh Gedanken über seine weitere Zukunft gemacht und gefragt: „Wohin führt mich Gottes Ruf?“ Es reifte der Entschluss etwas ganz Neues anzupacken, als er sich Anfang des Jahres erfolgreich im bayerischen Neu-Ulm um die geschäftsführende zweite Pfarrstelle bewarb

Ihren Hobbys zufolge, ist das Ehepaar Knöller übrigens vielfältig interessiert – die Palette reicht vom Laufen über Wandern, Tanzen bis hin zum Jazz, den bildenden Künsten oder zur Kirchenmusik. Und auch hier freut sich Knöller über seine zukünftige Wirkungsstätte: „Zum Glück ist die Kirchenmusik an der Petruskirche exzellent aufgestellt“.

Am Sonntag, 15. Juli, 14 Uhr, wird Pfarrer Johannes Knöller in der Petruskirche in sein Amt eingeführt. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zum Public Viewing für das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft um 17 Uhr. An diesem Tag entfällt der morgendliche Gottesdienst.

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