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06.06.2015

Neuer Sound mit bekannten Qualitäten

Am Schlagzeug ein Könner: Christian Krischkowsky.
Bild: Michael Peter Bluhm

Krischkowsky stellt neues Quartett vor

Der Ulmer Schlagzeuger und Komponist Christian Krischkowsky hat sich mit einem Akustik-Jazz-Projekt wieder mal neu erfunden. Nun stellte er im Jazzkeller Sauschdall seine jüngsten Werke in neuem Soundgewand vor. Rund 50 Zuhörer genossen die Weltpremiere dieses spannenden Unternehmens.

Zu Beginn machte Krischkowsky das Publikum neugierig und stellte seine neuen Mitmusiker vor, die zum Teil allerdings langjährige Weggefährten des Jazzprofis sind – etwa Mark Schmolling am Klavier. Hinzu gesellen sich die Berliner Peter Ehwald am Tenorsaxofon und Roland Fidezius am Kontrabass. Das Ulm-Berliner Quartett spielte an diesem Abend wie aus einem Guss, und Krischkowskys neueste Kompositionen waren eine einzige Hommage an seine großen Vorbilder in der Walhalla des Jazz wie Bill Evans oder Thelonious Monk. Aber auch dem unvergesslichen Songwriter Cat Stevens widmete der komponierende Drummer ein anrührendes, völlig unverkitschtes Andenken.

Allein mit seinen Schlagzeugutensilien kann Krischkowsky Geschichten erzählen wie kaum ein anderer, zu denen der Tenorsaxofonist und der Pianist des Quartetts in exakter Folge ihre improvisatorischen Kommentare abgeben. Dabei steigert sich besonders Ehwald mit seinem Blasinstrument in einen regelrechten Rausch hinein – kraftvoll getrieben vom Schlagzeuger, der wie im Trancezustand wirkt, so intensiv ist er bei der Sache. Hoch konzentriert werden wunderbare Melodien Marke Eigenbau im besten Stil des Modern Jazz auseinandergelegt und wieder zusammengefügt, das geschieht federleicht. Der Zuhörer muss sich nicht anstrengen, kann zurücklehnen und genießen.

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Alles eine Frage der Fantasie

Die renommierte Fachzeitschrift Jazz Podium hat Krischkowsky zu Beginn seiner Karriere als einen Autodidakten bezeichnet, der mit seiner Erfindungsgabe dem Jazz weitere Türen öffne. Im Sauschdall hat Krischkowsky mit seinem Quartett ein Scheunentor für die Möglichkeiten geöffnet, die Improvisationsmusik in heutiger Zeit und in Zukunft bietet – wenn man nur die richtige Fantasie hat. (bh)

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