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Neu-Ulm

02.05.2020

Neuer Studiengang an der Hochschule startet virtuell

Wissenschaftsminister Bernd Sibler und HNU-Präsidentin Uta Feser (im Hintergrund) beim persönlichen Austausch zum Semesterstart.
Bild: Andreas Brücken

Plus Wissenschaftsminister Sibler informiert sich an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) über das Studium in Corona-Zeiten und die Zukunft der Pflege.

Die Bedeutung der Gesundheits- und Pflegeberufe ist seit der Corona-Krise immer weiter in den gesellschaftlichen Vordergrund gerückt. Wie dazu abgestimmt wurde zum Semesterstart an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) der Studiengang Physician Assistant eingeführt.

Ziel damit ist es, gut ausgebildete Fachkräfte in medizinischen Bereichen zu schaffen, die Ärzte zuverlässig und professionell bei der Behandlung von Patienten unterstützen. HNU-Präsidentin Uta Feser stellte klar, dass die Absolventen keine Konkurrenten, sondern eine Ergänzung für die Ärzte sein sollen.

Doch geht die Premiere des neuen Studiengangs nicht auf die aktuelle Pandemie zurück. Vielmehr habe man schon seit etwa zehn Jahren daran gearbeitet, erklärte die Präsidentin. So ist auch der digitale Lernbetrieb an der Hochschule nicht erst die Folge Pandemie: „Wir haben schon vor Corona intensiv am Aufbau der Online-Angeboten gearbeitet und konnten so gemeinsam mit allen Beteiligten den digitalen Lehrbetrieb realisieren“, sagte Feser. Eingeladen zum Semesterstart war auch der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der die Wichtigkeit der Gesundheits- und Pflegeberufe betonte: „Wie dringend wir in diesen Feldern hervorragendes Personal brauchen, führt uns die Corona-Pandemie einmal mehr deutlich vor Augen.“

Fast 90 Prozent des gedruckten Bestands der Bibliothek ist als E-Book zugänglich

Landrat Thorsten Freudenberger, der den Minister begleitete, erklärte dazu, dass die Personalsituation auch in Zukunft nicht von dem abhängig sei, was die Verantwortlichen wünschen, sondern was sie bekommen, weil es an Mitarbeitern fehle. Kritisch sprach sich der Landrat darüber aus, dass Landkreise in der medizinischen Versorgung jeweils noch eigene Wege gingen und stellte klar: „Ich weiß die Selbstständigkeit zu schätzen.“ Doch würden regionale Beharrungskräfte wichtige Entscheidungen träge machen.

Neben den Neuerungen der Neu-Ulmer Studiengänge, erhielt Minister Sibler einen Einblick in die Online-Arbeit der HNU: „Die Hochschule Neu-Ulm geht beispielhafte Wege, damit dieses Sommersemester trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Semester werden kann“, lautete sein Eindruck vom Konzept. In allen elf Bachelor- und acht Masterstudiengängen der drei Fakultäten für Wissenschaft, Informationsmanagement und Gesundheitsmanagement können die Studierenden sämtliche Lehrveranstaltungen online besuchen. Auch für die Infrastruktur, wie den Zugang zur Fachliteratur, ist gesorgt: Fast 90 Prozent des gedruckten Bestands der Bibliothek seien auch als E-Book zugänglich. Zudem können Printmedien per Mail bestellt und kontaktlos ausgeliehen werden.

Seit Wochen haben die Beteiligten der Hochschule dafür angepackt, um den digitalen Betrieb der Hochschule zu organisieren. Für die Erstsemester setzt die Hochschule auf digitale Planspiele, die ein gegenseitiges Kennenlernen und zugleich den Einstieg in das Studium ermöglichen. Feser erklärte dazu, dass damit die Studierenden nicht in erster Linie nach ihrem Wissen abgefragt werden, sondern sie ihre Kompetenzen zeigen sollen.

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