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Pfaffenhofen

19.12.2020

Neues Konzept für die Hauptstraße in Pfaffenhofen?

Pfaffenhofen will einen neues Konzept für die südliche Hauptstraße erstellen.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Plus Die Gemeinde Pfaffenhofen zeigt Interesse am Stadtentwicklungsprojekt ISEK. Vorreiter sind aber größere Städte wie Neu-Ulm oder Weißenhorn.

Für einige Räte war ein Thema in der Marktgemeinderatssitzung am Donnerstag eine Art Dejá-Vù – nämlich für diejenigen, die bereits Anfang der 2000er unter Vorsitz von Bürgermeister Josef Walz über die Entwicklung des Ortskerns und der Hauptstraße diskutierten und einen Städteplaner beauftragen, ein Konzept zu erstellen.

Neu-Ulm beteiligte die Bürger am Leitfaden, Pfaffenhofen will das auch

Jetzt will der neue Bürgermeister Sebastian Sparwasser die Entwicklung in der Gemeinde vorantreiben und stellte dafür das Planungsinstrument ISEK vor. ISEK steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept und soll einen Leitfaden für verschiedene Bereiche in einer Stadt oder Kommune bieten. Vorreiter in der Region sind aktuell die Stadt Neu-Ulm, die kürzlich die Phase der Bürgerbeteiligung abschloss und auch Weißenhorn, die das Konzept ISEK nutzte.

Die Bereiche könnten beispielsweise Verkehr, Radwege, Natur oder Klimaschutz sein, so schlug es Sparwasser vor. „Auch für unsere Leerstände und die Aufwertung des Ortskerns wäre eine Strategie gut“, sagte der Bürgermeister weiter. Er war in der Sitzung der Meinung: „Wir müssen es fast machen.“ Die Teilnahme an ISEK soll in Zukunft nämlich Fördergrundlage für die Städtebauförderung sein. „Und wir wollen die Entwicklung ja angehen, beispielsweise an der südlichen Hauptstraße.“ Dort sollte der bisherige Städteplaner für Pfaffenhofen, der noch von Walz beauftragt wurde, bereits ein Gutachten erstellen.

Und was passiert mit dem bisherigen Städteplaner?

Christoph Oetinger (FWG) fragte nach, ob man das Sanierungsgebiet an der Hauptstraße auch erweitern könnte. „Uns würden da noch zwei, drei Grundstücke einfallen, die vielleicht ganz gut wären.“ Max Spleiß (FWG) wollte wissen, was dann mit dem jetzigen Städteplaner passiere, wenn man sich an ISEK beteilige. „Bei einem neuem Verfahren kann ein neuer Städteplaner den Auftrag erhalten, oder wir beteiligen ihn mit“, erklärte Bauamtsleiter Alexander Gehr. Johann Kast (SPD) äußerte Bedenken: Ihm fehlten die Referenzen aus Kommunen in gleicher Größe: „Für die vier bis fünf Leerstände bei uns brauchen wir keinen solchen Entwicklungsplan. Mir fehlen schon noch mehr Informationen.“

Sparwasser schlug vor, sich das Sanierungsgebiet neu anzuschauen und einen Mitarbeiter der Regierung von Schwaben in einer der kommenden Sitzung einzuladen, um ISEK genauer vorzustellen. Sollten sich die Räte dann entscheiden, das Projekt zu starten, dürften sich auch die Bürger einbringen.

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