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Senden

13.01.2020

Neujahrsempfang: Diesmal geht’s in Senden harmonisch zu

Bürgermeister Raphael Bögge blickt beim Neujahrsempfang der Stadt Senden auf das Jahr zurück – und ins neue Jahr hinein.
Bild: Alexander Kaya

Plus Im Sendener Bürgerhaus spricht Bürgermeister Raphael Bögge davon, wie die Stadt mit gemeinsamer Anstrengung weitergebracht werden kann.

Harmonie war das Wort des Abends beim Neujahrsempfang in Senden. Im vergangenen Jahr beherrschte der Zwist der politischen Kräfte noch den Empfang, dieses Jahr war vor allem Bürgermeister Raphael Bögge in seiner Rede sehr darauf bedacht, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Das kam schon zu Beginn heraus: Nie war die Begrüßung und Aufzählung verschiedener Politiker, Amtsinhaber oder Vereinsvertreter so lang wie in diesem Jahr – die Kommunalwahl wirft ihre Schatten ganz offensichtlich voraus.

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Und so sprach Raphael Bögge in seiner Rede davon, wie konstruktiv der Stadtrat in Senden zusammenarbeitet und wie wichtig es ist, gemeinsam an Projekte heranzugehen. „Die gute Entwicklung der Stadt liegt allen am Herzen“, so der Bürgermeister. Eine Kommune sei schließlich von der Bedeutung her eine Gemeinschaft der Menschen. Den Zuhörern erklärte er danach die Arbeitsweise einer Verwaltung, deren Beschlüsse elementare Bedeutung für den Bürger haben, da sie das Leben jedes Einwohners direkt betreffen können. Deswegen, so Bögge, solle sich jeder so gut wie möglich mit seinen Ideen einbringen. Er sei froh, dass viele in Senden das bereits tun und nannte als Beispiel den neuen Dorfladen in Witzighausen als gelungenes Bürgerprojekt.

Bögge: Der Dialog ist wichtig - auch in Senden

Man sei dieser Tage auf der ganzen Welt und somit auch in Senden nicht immer einer Meinung, umso wichtiger sei deswegen der Dialog. Bögge verurteilte dagegen Drohungen, mit denen gerade Politiker, aber auch Ehrenamtliche vermehrt zu kämpfen haben. „Ohne Respekt kann eine Gemeinschaft nicht funktionieren“, sagte Bögge. Auch Landrat Thorsten Freudenberger griff Gemeinsamkeit und Harmonie auf und appellierte an die Zuhörer in Senden, sich seinen Vorsatz zu eigen zu machen: mehr Menschlichkeit, weniger Hass. Ebenso harmonisch wie die Worte klangen, spielten die Dorfmusikanten Aufheim mehrere Stücke an dem Abend.

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In seinem Rückblick bescheinigte der Bürgermeister Senden eine gute Entwicklung. Viele wollten sich in der Stadt ansiedeln – und die Kommune entwickle sich stetig weiter. Es gebe 400 neue Kindergarten- und 120 neue Krippenplätze, 32 geförderte Wohnungen seien gebaut worden und mit dem Dorfladen ein Nahversorger geschaffen. Auch am Bahnhof tut sich bald etwas, Anfang April geht der Umbau laut Bögge dort los.

Beim Thema Bahnhof lachen die Zuhörer in Senden

Als zuvor Landrat Freudenberger dieses Thema aufgriff, gab es Gemurmel und zahlreiche unterdrückte Lacher im voll besetzten Saal des Bürgerhauses. Freudenberger formulierte es vorsichtig: Momentan könne man dort gut ein- und auch aussteigen. Doch in Zukunft stelle er sich vor, wie der Bahnhof nicht nur Drehscheibe der Mobilität, sondern zudem ein netter Treffpunkt für die Bürger werden könnte. Positiv sei schon jetzt die Entwicklung der Wirtschaftsschule, deren Schülerzahlen seit drei Jahren steigen. Wie berichtet, soll dort deswegen sogar angebaut werden.

In Zukunft, so sagte Bögge, müsse der öffentliche Nahverkehr in Senden verbessert werden, vor allem innerstädtisch. Es brauche zudem dringend weiteren Wohnraum, „aber immer nur so viel, wie wir mit der Infrastruktur auch auffangen können“. Und obwohl Senden einiges leiste, seien weitere Kita-Plätze nötig, denn „Eltern stellen zu Recht den Anspruch, genügend Betreuungsplätze vorzufinden“. Hier sei man mit dem Kindergarten an der Weberei auf einem guten Weg. Am Ende dankte Bögge allen ehrenamtlich tätigen Bürgern. „Nur durch Sie ist die Stadt so liebenswert, wie sie ist.“

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