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Senden

27.08.2020

Neustart mit Corona-Regeln: Senden erlaubt 80 Gäste im Hallenbad

Nur noch 31 Badegäste dürfen vorerst gleichzeitig ins Wasser.
Bild: Alexander Kaya (Archivfoto)

Plus Der Stadtrat einigt sich auf ein Corona-Konzept, mit dem Schwimmbad und Eislaufanlage in Senden wieder in Betrieb gehen können. Kritik bleibt aber nicht aus.

Unter neuen Hygiene-Auflagen will die Stadt Senden ihr Hallenbad wieder öffnen: Maximal 80 Personen dürfen gleichzeitig hinein. Losgehen soll es am 14. September. Die Eislaufanlage geht zum üblichen Saisonstart ab Oktober in Betrieb, ebenfalls mit neuen Regeln.

In bestem Amtsdeutsch ist eine wichtige neue Regel im Hygieneplan fürs Hallenbad verfasst: „Zur Kontaktreduzierung wird im Becken im Einbahnstraßenverfahren geschwommen.“ Die Stadtverwaltung hat in der Sitzung des Ferienausschusses am Dienstagabend den Hygieneplan vorgestellt, der auf den Vorgaben des bayerischen Innenministeriums basiert. Der Ausschuss stimmte mit nur einer Gegenstimme zu. Klar ist: Künftig geht es anders zu im Sendener Hallenbad.

Senden: Höchstzahlen für Besucher im Hallenbad

Mindestabstände von eineinhalb Metern sind nun einzuhalten, höchstens 80 Badegäste können ins Bad, maximal 31 davon dürfen sich im Schwimmbecken aufhalten. Sowohl beim Hineingehen als auch beim Betreten von Duschraum und Schwimmhalle müssen die Gäste Masken tragen, ausgenommen sind Kinder bis sechs Jahre und Menschen mit Masken-Befreiung. In der Schwimmhalle selbst kann die Maske weg. Ein- und Ausgang sind künftig voneinander getrennt, Dampfgrotte und Sonnenbank bleiben zu, und jeder Besuch muss dokumentiert werden. Außerdem erfolgen regelmäßige Desinfektionen, währenddessen ist das Bad eine Stunde lang zu. Dazu kommt, dass der Eintritt günstiger wird: Erwachsene zahlen für drei Stunden zwei Euro, Kinder 1,50 Euro.

Auch die Öffnungszeiten ändern sich: Täglich sind jeweils dreistündige Zeitfenster für die Öffentlichkeit reserviert, die Vormittage sind überwiegend für Schul- und Vereinssport sowie für Kurse freigehalten. „Es ist keine Frage, dass das nicht befriedigend ist, aber es ist zumindest ein Anfang“, kommentierte Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf.

Eintrittspreise für Hallenbad Senden werden gesenkt

Dass die Rutsche ebenfalls benutzbar bleiben soll, stieß nicht bei allen Räten auf Zustimmung. Ob dort die Abstände eingehalten werden, sei schwer zu kontrollieren, meinte Anton Leger (BiSS). Doch die Stadt wolle nicht gleich mit Verboten einsteigen, sagte Rathauschefin Schäfer-Rudolf. Man müsse aber reagieren, wenn sich die Badenden nicht an die Regelungen halten.

Rainer Strobl (CSU) forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, ob an Montagvormittagen, die nach jetzigem Plan für die Grundreinigung vorgesehen sind, nicht doch öffentlicher Betrieb stattfinden könnte. Da nämlich seien bisher viele Rentner zum Baden gekommen. Das wurde zugesagt, dieser Vormittag aber sei wohl für die Reinigung notwendig, meinte Walter Gentner von der Stadtverwaltung.

Corona: Auch für Besucher der Eislaufanlage Illerau in Senden gibt es neue Regeln

Ebenfalls eingeschränkt startet der Betrieb am 1. Oktober in der Eislaufanlage Illerau: Hier sind höchstens 180 Personen zugelassen, auch hier gelten Maskenpflicht außerhalb der Eisbahn sowie der Mindestabstand. Ebenso müssen in der Anlage Ein- und Ausgang getrennt und die Besucher an der Kasse gezählt sowie ihre Kontaktdaten erfasst werden. Der Umkleideraum bleibt zu, es werden Desinfektionsmittelständer aufgebaut und die Eisfläche wird regelmäßig gereinigt. Auch auf der Eisbahn gilt: Immer schön in eine Richtung kreisen, das Stichwort lautet wieder Einbahnstraßenverfahren.

Die Eislaufanlage ist von Montag bis Sonntag offen, öffentlicher Lauf ist meist nachmittags, die Vormittage sowie der komplette Dienstag sind für Vereine und Schulen reserviert.

Sowohl fürs Bad als auch für die Eislaufanlage gilt: Dauerkarten werden vorerst nicht ausgegeben. Damit möchte die Stadt aufwendige Stornierungen vermeiden, die ansonsten wegen des eingeschränkten Angebots zu erwarten seien.

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