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Nersingen

14.05.2020

Niederlage für die Freien Wähler im Nersinger Gemeinderat

Das sind die Mitglieder des neuen Nersinger Gemeinderats, der nun seine Arbeit aufgenommen hat. Fünf neue Mitglieder sind in der Sitzung am Dienstagabend offiziell vereidigt worden.
Bild: Alexander Kaya

Plus Bei der Kommunalwahl konnten die Freien Wähler Nersingen feiern, in der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats müssen sie nun eine Niederlage verbuchen.

Gewohnt zügig ging die konstituierende Gemeinderatsitzung am Dienstagabend in der Nersinger Gemeindehalle über die Bühne. Nachdem Bürgermeister Erich Winkler die neuen Mitglieder vereidigt hatte, wählte das Gremium die beiden Stellvertreter des Rathauschefs.

Als Zweiten Bürgermeister schlug Albert Riedl ( CSU) seinen Parteikollegen Gerhard Jehle vor. Josef Klein, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, schickte für seine Partei Theodor Dirr ins Rennen. Bei der anschließenden Wahl entfielen von den 21 abgegebenen und gültigen Stimmen 14 Stück – die Stimmen von CSU und SPD – auf Jehle und die sieben Stimmen aus den Reihen der Freien Wähler auf Dirr. Wie berichtet, hatte zuvor Xaver Gegenfurtner das Amt des Zweiten Bürgermeisters in der Gemeinde Nersingen inne. Der 91-Jährige war bei der diesjährigen Kommunalwahl nicht mehr angetreten.

Es gibt fünf neue Mitglieder im Nersinger Gemeinderat

Für die Wahl zum Dritten Bürgermeister schlug Fabian Kaimer (SPD) seine Parteikollegin Sabine Krätschmer vor, die diesen Posten bereits in der vorherigen Amtsperiode besetzt hatte. Auch hier stellten die Freien Wähler Theodor Dirr als Gegenkandidaten auf. „Weil wir den Wählerwillen niedergeschlagen sehen wollen“, betonte Fraktionsvorsitzender Klein. Die Freien Wähler konnten bei der Kommunalwahl im März Gewinne einfahren: Sie kletterten im Vergleich zu der vorherigen Wahl von 21,9 auf 36,2 Prozent der Stimmen, wurden somit zweitstärkste Partei in Nersingen und gewannen zwei Plätze im Gemeinderat dazu.

Niederlage für die Freien Wähler im Nersinger Gemeinderat

Lesen Sie auch unseren Kommentar zum Thema: Stellvertretende Bürgermeister in Nersingen: Eine schwierige Wahl

Für Krätschmer hatte sich bereits im Vorfeld Rathauschef Winkler ausgesprochen – und das tat er erneut vor der Abstimmung. Sie habe sich bisher als Dritte Bürgermeisterin „hervorragend eingebracht“. Zugleich bedankte sich der Rathauschef bei Dirr, dass dieser sich zur Wahl stellte und er betonte: „Er könnte das sicherlich.“ Doch mit dessen Wahl hätte man „zwei komplett neue, unerfahrene Vertreter im Amt“, Krätschmer habe hier bereits jahrelange Erfahrung. Und so half den Freien Wählern bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister ihr Aufschwung nichts: Alle 14 SPD- und CSU-Stimmen fielen auf Sabine Krätschmer.

Nersingens Bürgermeister Erich WInkler (Mitte) mit seinen Stellvertretern: Gerhard Jehle ist nun Zweiter Bürgermeister, Sabine Krätschmer bleibt Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde.
Bild: Alexander Kaya

Neu im Nersinger Gemeinderat sind: Katrin Epple (CSU), André Lachmann (CSU), Wolfgang Wall (CSU), Josef Klein jun. (Freie Wähler) und Tim Lachmann (Freie Wähler). Sie wurden in der Sitzung vereidigt.

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