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Pfaffenhofen

21.02.2015

Nordostumfahrung: Zank geht weiter

Dieses Bild sorgt in Pfaffenhofen nun für Ärger.
2 Bilder
Dieses Bild sorgt in Pfaffenhofen nun für Ärger.
Bild: Repro: Dodel

Befürworter und Gegner stehen sich auch nach der Entscheidung gegenüber: Dieses Mal geht es aber einzig und allein um ein Foto.

Das Foto ist eine Luftaufnahme der Kreuzung in der Ortsmitte Pfaffenhofens, wo Vidal ( ÖDP) sich einen Kreisverkehr mit 17 Metern Durchmesser vorstellen könnte. Diesen hat der Marktrat händisch in das Bild auf seinem Flyer eingefügt, um zu verdeutlichen, dass dieser an der Stelle möglich wäre. Thoma ( SPD) verweist hingegen auf das Staatliche Bauamt, das erkläre, dass ein Kreisel dort nicht möglich sei. Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, hat Thoma Vidals Bild wiederrum in seinem Flugblatt verwendet. Das vermeintliche Problem: „Ich habe 80 Euro für die Rechte an diesem Bild bezahlt“, sagt Vidal. Nur deshalb habe er es verwenden dürfen. „Thoma war so dreist und hat das Bild kopiert.“ Der Marktrat hat daher das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung auf das „Vergehen“ aufmerksam gemacht – mit der Folge: Umfahrungs-Befürworter Thoma hat Post bekommen. Er soll nun Schadensersatz bezahlen. Thoma kann das nur bedingt nachvollziehen: „Ich habe das Bild lediglich verwendet, um darzustellen, warum dieser Kreisel nicht funktioniert. Ich habe Klaus Vidal damit zitiert, ich sehe das als rechtlich gedeckt.“ Das hat er nun auch in einem Schreiben an das Landesamt mitgeteilt. Jetzt wartet er auf Reaktionen.

Vidals Aktion kann er nicht nachvollziehen: „Er hat mich verpetzt. Ich halte das nicht für einen geeigneten Beitrag zu sachlicher Zusammenarbeit. Es heizt eher das Ganze wieder an.“ Vidal hingegen sieht sich nicht in der Schuld, eher in der Pflicht: „Ich habe Thoma beim Klauen erwischt, es ist meine bürgerliche Pflicht, das zu melden.“

Ob Thoma nun eine Strafe für das Bild im Flyer bezahlen muss, kommt auf. Auch auf die Internetseite hat das Landesamt hingewiesen: Dort hat Thoma Planungsunterlagen der Umfahrung und eine Flurkarte veröffentlich, für die er ebenfalls die Rechte hätte kaufen müssen. Der SPD-Marktrat glaubt was das betrifft, dass nicht nur er einen Fehler gemacht hat: „Ich habe die Karte von der Gemeinde. Und Vidal hatte dieses Bild auch auf seinem Flyer. Sollte er ebenfalls nicht dafür bezahlt haben, hat er sich mit seinem Anruf beim Landesamt ins eigene Knie geschossen.“

Thoma möchte nun abwarten, welchen Vorschlag Vidal und die Umfahrungsgegner nun vorbringen. Am Donnerstag, 26. Februar, findet wieder eine Sitzung des Marktrates statt. Vidal: „Der Rat muss sich beteiligen. Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden.“

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