Auftritt

22.10.2018

Nostalgie hoch drei

Nostalgie mal drei boten die Swing Bells aus Dresden bei ihrem Gastspiel im Theater Neu-Ulm. Da hielt es irgendwann niemand mehr auf den Sitzen.
Bild: Theater Neu-Ulm

Die Dresdener Swing Bells bringen den Sound der 30er- und 40er-Jahre nach Neu-Ulm – und alles tanzt

Mit einer Mischung aus Swing und Musical bringt das Dresdner Gesangstrio Swing Bells die Gäste des Neu-Ulmer Theaters zum Tanzen.

Geballte Frauenpower aus dem Osten: Für eine Sonderaufführung ihrer Vorstellung „Sing, Sing, S(w)ing“ sind die drei Dresdnerinnen Elisabeth Markstein, Cornelia Drese und Sonja Schauer nach Neu-Ulm gereist. Das Trio singt und tanzt im Stil der 30er- und 40er-Jahre. Mit passenden Retro-Bühnenoutfits und Tanzeinlagen vermittelt es die Stimmung eines Tanzlokals der 30er-Jahre. Nur die Big Band fehlt zur perfekten Swing-Nostalgie. Klassiker wie „In The Mood“ von Glenn Miller werden von den Sängerinnen gecovert, aber auch aktuellere Hits wie „Crazy In Love“ von Beyoncé bekommen einen neuen alten Sound. All ihren Liedern verleihen die Frauen ihre eigene Swing-Note und laden zum Mittanzen ein.

Genau das macht auch das Neu-Ulmer Publikum. Vom Paar-Tanz bis zur Swing-Choreografie – der ganze Saal wird zum Mittanzen motiviert und bald sitzt weder Jung noch Alt. Durch die gute Stimmung sind einige wenige Bühnen-Patzer der drei schnell verziehen.

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Zwischen den Gesangseinlagen erzählen die Frauen von ihrem Leben. „Jetzt kommt der Song ,Rum and Coca-Cola‘. Bei uns im Osten heißt das Kommodenlack“, sagt Musiklehrerin Conny, bevor sie den nächsten Song anstimmt. Die Sängerinnen erzählen darüber, wann sie sich kennengelernt haben, wie und wann sie zusammen proben und singen und auch, was in ihrem Privatleben passiert. In diese Geschichten und Anekdoten betten sie dann ihre breite Auswahl an Liedern ein.

Im privaten Alltag leitet Conny eine Musikschule, Elisabeth spielt am Theater und Sonja arbeitet im Personalwesen. Auf der Bühne sind sie Performer mit Herzblut. Oft dreistimmig, aber auch mit Solo-Einsätzen spielen die Sängerinnen mit ihren Stimmen. Vor allem zum Ende hin ist das Publikum warmgelaufen, tanzt und singt zu Liedern wie „Mr. Sandman“ und schaukelt romantisch zu Jeff Buckleys Interpretation des Leonhard-Cohen-Klassikers „Halleluja“. „Danke für die Freude, die ihr an uns vermittelt habt“, heißt es an die Neu-Ulmer, bevor sich das Trio mit einer letzten Swing-Einlage verabschiedet.

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