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Neu-Ulm

13.02.2020

OB-Wahl: Was den Neu-Ulmern auf den Nägeln brennt

Die Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeister-Wahl in Neu-Ulm in Bildern.

Plus Die offene Fragerunde dreht sich um Kritik am Umgang mit Rathausmitarbeitern, Radverkehr und Jugendgruppen.

Die Mitarbeiter im Neu-Ulmer Rathaus sehnen sich ganz offenbar nach einem Wechsel: Ob das neue Stadtoberhaupt die Verwaltung „auch mal demokratisch führen“ wolle, fragte die Personalratsvorsitzende der Stadt Neu-Ulm bei der abschließenden Fragerunde der gemeinsamen Podiumsdiskussion von Neu-Ulmer Zeitung und Südwest-Presse im Neu-Ulmer Wiley-Club. „So geht man mit Menschen nicht um“, kommentierte daraufhin der OB-Kandidat der Bürgerliste Neu-Ulm und Linke die Stimmung im Rathaus rund um die Amtsführung von Noch-OB Gerold Noerenberg (CSU).

Kritik an Buslinien

Viel Zeit um tief in die zahlreichen Fragen aus dem Publikum einzutauchen blieb den sechs Kandidaten nicht. Ein Offenhauser beschrieb die Busverbindungen nach Steinheim als eine Katastrophe und schlug eine direkte Linie von Ulm bis in den Neu-Ulmer Ortsteil vor. „Die Linien sind auf viele Jahre ausgeschrieben“, nahm die CSU-Kandidatin Kathrin Albsteiger Wind aus den Segeln. Außerdem könnten Busse aufgrund der Verkehrsverhältnisse nicht schneller fahren als Autos – außer auf Busspuren. Aber davon solle es bald mehr geben.

Kritik an der mangelnden Radfreundlichkeit

Der Kreisvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) wollte von FDP-Mann Alfred Schömig wissen, ob er sich als neuer Oberbürgermeister für eine Zertifizierung der Stadt als fahrradfreundliche Kommune einsetze. Der Stadtrat habe dies schon zweifach abgelehnt. „Sie rennen da bei mir offene Türen ein“, sagte Schömig und war mit dieser Meinung ganz offensichtlich nicht alleine unter den OB-Kandidaten. Eine Anwohnerin eines Wohnblocks am Neu-Ulmer Glacis-Park regte an, den dort oftmals lärmenden Jugendgruppen eine Art Betreuung zur Seite zu stellen. „Wir glauben, die haben keinen anderen Ort um sich zu treffen.“ Das „Polizei-Weglauf-Spiel“ sei völlig unsinnig. Schömig beklagte daraufhin, dass Vorstöße für die Bezahlung von Streetworkern im Stadtrat abgelehnt worden seien.

OB-Wahl: Was den Neu-Ulmern auf den Nägeln brennt

Kritik an zu wenig Grün in der Stadt

An den Grünen-Kandidaten Walter Zerb gerichtet, wollte eine Pfuhlerin wissen, wie die Stadt auf immer heißer werdende Sommer reagieren könne. „Es fehlt an öffentlichem Grün“, so Zerb. Auch in Neu-Ulm gebe es Betonwüsten, das müsse ich ändern.

Kritik an der Tiefgarage

OB-Kandidatin Antje Esser (Pro Neu-Ulm) wurde gefragt, wie es denn sein könne, dass Neu-Ulm so viel Geld („Millionen“) für eine Tiefgarage am Südstadtbogen ausgebe und gleichzeitig den Kulturetat um 30000 Euro kürze. Esser sagte, man dürfe die Themen nicht vermischen. „Die Tiefgarage ist wichtig.“

Ein Neu-Bürger des Stadtteils Wiley wollte wissen, wie die Stadt den Spagat zwischen Digitalisierung und Menschen schaffe, die keine App nutzen wollen um ein Busticket zu kaufen. Die einfachste Antwort hatte Roland Prießnitz (Freie Wähler) parat: per „fahrscheinfreiem“, also „kostenlosem“ Nahverkehr. Albsteiger sagte dazu, dass flächendeckenden digitale Anzeigetaflen an allen Bushaltestellen schon mal ein Anfang wären.

Meh Bilder:

Die Teilnehmer: Katrin Albsteiger (CSU), Antje Esser (Pro Neu-Ulm), Roland Prießnitz (Freie Wähler), Alfred Schömig (FDP), Karl-Martin Wöhner (Bürgerliste/Die Linke) und Walter Zerb (Die Grünen)
26 Bilder
Die Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeister-Wahl in Neu-Ulm in Bildern
Bild: Alexander Kaya
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