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Weißenhorn

25.10.2019

Oberhauser Feuerwehr möchte schon Erstklässler aufnehmen

Seit Juli 2017 erlaubt das bayerische Feuerwehrgesetz den Wehren, Kindergruppen für Sechs- bis Zwölfjährige zu bilden.
Bild: Patrick Pleul/ZB/dpa (Symbolfoto)

Der Weißenhorner Stadtrat begrüßt die Idee, in Oberhausen eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Dort können bereits Sechsjährige Mitglied werden.

Kinder frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern und an den Einsatzdienst heranzuführen – diese Idee steckt hinter dem Konzept Kinderfeuerwehr. Einige Wehren im Landkreis haben solche Gruppen bereits geschaffen, unter anderem Neu-Ulm, Fahlheim und Bellenberg. Auch die freiwillige Feuerwehr Oberhausen möchte eine Kinderfeuerwehr gründen, um schon Sechs- bis Zwölfjährige an sich zu binden. „Wir haben erkannt, dass wir im Dorf derzeit viele Kinder in dem Alter haben“, sagt Kommandant Markus Bühler. Sie sollen frühzeitig integriert werden. Denn die Feuerwehr stehe bei der Nachwuchsgewinnung auch im Wettbewerb mit anderen Institutionen und Vereinen, sagt Bühler.

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Noch steht das Projekt ganz am Anfang. Der Grundstein ist aber schon gelegt: Einstimmig hat der Weißenhorner Stadtrat den Antrag der Feuerwehr Oberhausen bewilligt, eine Kindergruppe zu bilden. Bürgermeister Wolfgang Fendt sprach sieht darin ein „tolles Zeichen“, auch die CSU-Stadträte Franz Josef Niebling und Marcus Biberacher waren voll des Lobes. „Für die Nachwuchsgewinnung ist das eine tolle Sache“, sagte Biberacher und empfahl der Stadtverwaltung, sich nach Fördergeldern zu erkundigen. Niebling regte an, auch in Wallenhausen nachzufragen, ob dort Interesse an einer Kinderfeuerwehr besteht. Eine Kooperation sei denkbar, schließlich musizieren Bürger beider Stadtteile auch zusammen, die Kleinen besuchen gemeinsam einen Kindergarten.

Anfang 2020 könnte die Gruppe in Oberhausen starten

Seit der Novellierung des bayerischen Feuerwehrgesetzes zum Juli 2017 dürfen die Wehren Kindergruppen bilden, bei denen Kinder schon ab dem sechsten Lebensjahr mitmachen können. Für die Jugendfeuerwehr hingegen müssen die jungen Anwärter mindestens zwölf Jahre alt sein. Um eine Gruppe für jüngere Kinder gründen zu können, braucht die Feuerwehr allerdings die Zustimmung der Gemeinde. Erst dadurch wird die Kinderfeuerwehr Teil der gemeindlichen Einrichtung Feuerwehr und die Verantwortlichkeit geht auf den Kommandanten über. Dann gilt auch der gesetzliche Unfallversicherungsschutz für die Angehörigen der Kinderfeuerwehr.

Oberhauser Feuerwehr möchte schon Erstklässler aufnehmen

Die Oberhauser haben die Zustimmung nun bekommen. Angedacht sei, die Gruppe Anfang 2020 zu starten, sagt Kommandant Markus Bühler. Ein paar Kinder im Ort hätten schon Interesse gezeigt. Als nächstes wolle sich seine Wehr bei anderen im Landkreis informieren, die bereits unter Zwölfjährige spielerisch mit Löscharbeiten und weiteren Tätigkeiten der Einsatzkräfte vertraut machen.

Angesehen von der Kinderfeuerwehr hat der Weißenhorner Stadtrat in seiner Sitzung am Montag noch einen weiteren Beschluss für eine Einrichtung mit Kindern getroffen: So will die Stadt bekanntlich eine Kindertagesstätte neben dem Claretinerkolleg bauen, in der drei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe untergebracht werden sollen. Schon mehrfach wurde über das Vorhaben beraten, bislang fehlte allerdings ein förmlicher Beschluss, dies umzusetzen.

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