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Aktion

16.12.2017

Offenhauser Glücksbringer für Rumänien

Schulleiterin Ulrike Patzner-Duschler und die Klassensprecher Hannes und Greta.
Bild: Dagmar Hub

Kinder der dritten und vierten Klassen von St. Michael schnüren mit ihren Eltern über 100 Pakete

Über 100 schwere Kartons stapelten sich am gestrigen Freitag in der Aula der Grundschule St. Michael direkt neben der aufgebauten Krippe. Manche Pakete sind mit aufgemalten Sternen verziert, andere in Geschenkpapier eingepackt. Auf einem Päckchen steht „Craciun fericit“ geschrieben, „Frohe Weihnachten“ in rumänischer Sprache. Denn dort gehen die Pakete hin: Innerhalb von zehn Tagen schaffte es der aus den Klassensprechern der dritten und vierten Klassen bestehende Schülerrat der Grundschule, das Projekt „Werde unser Glücksbringer“ des Malteser Hilfsdienstes zu realisieren.

Am gestrigen Freitagmittag durften die Schüler eine lange Schlange von der Aula zu einem Transporter des Malteser Hilfsdienstes bilden, den Petra Stützle an die Grundschule St. Michael gefahren hatte. Von Hand zu Hand wanderten die acht Kilo schweren „Glücksbringer“-Pakete, die Eltern und Kinder für bedürftige Familien in Rumänien gespendet und gepackt hatten.

Die Grundschüler von St. Michael kommen aus verschiedenen Teilen der Welt, haben aber alle einen christlichen Hintergrund. „Wir singen an der Schule das Lied ‘Wann wird Weihnachten weltweit wunderbar“, berichtet Schulleiterin Ulrike Patzner-Duschler. Im Text heißt es: „Dann, wenn jedes Kind auf der ganzen Welt für ein anderes Weihnacht werden lässt.“ Und genau das wollte Schulleiterin Patzner-Duschler umsetzen. Deshalb suchte sie ein Projekt, das den Schülern die Aussage dieses Liedes begreifbar machen konnte – und stieß bei ihrer Recherche auf die „Glücksbringer“-Aktion der Malteser. Anschließend erzählte sie dem Schülerrat davon.

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Die Kinder waren begeistert und motivierten ihre Eltern und Mitschüler, die jeweils acht Kilo schweren Pakete für die sehr arme Region Gaesti in Rumänien zu packen. Eine Packliste sieht ein Geschenk für Kinder – ein Kuscheltier oder Malsachen – vor, dazu eine Menge Nützliches wie Zucker, Mehl, Reis, Öl, Kekse, Schokolade, Früchtetee und Hygieneartikel.

Greta und Hannes, Klassensprecher der 4A, sind zwei der Mitglieder des Schülerrates. Beide waren sofort begeistert von der „Glücksbringer“-Idee. „Wir haben die Pakete für Rumänien gepackt, weil wir denken, dass sich die Leute auch dort über ein Geschenk zu Weihnachten freuen sollen“, erzählt Greta. Dass in allen Paketen – bis auf das Kinder-Geschenk – genau das Gleiche ist, findet Greta ausgesprochen gut. „Sonst würde ja eine Familie vielleicht ein Riesenpaket bekommen und eine andere Familie ein winziges.“

Hannes, der hofft, dass sich die rumänischen Kinder über die Pakete sehr freuen, hat ein eigenes Kuscheltier ins Paket gepackt, einen Plüschhund. Greta ging mit ihren Eltern ein wolliges Schäfchen kaufen.

Inzwischen sind die über hundert Geschenkpakete der Schüler mit den guten Wünschen Kartons in Augsburg eingetroffen. Am 25. Dezember wird dann der Transport nach Rumänien starten, und zwei Tage später sollen die Pakete in Gaesti ankommen. (köd)

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