Newsticker
Impfstoff von AstraZeneca wirkt Berichten zufolge bei Senioren kaum
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Ohne sie geht nichts: Ein Dankeschön für Ehrenamtliche

Ulm

05.12.2020

Ohne sie geht nichts: Ein Dankeschön für Ehrenamtliche

Von links: Angelika Torer, Larissa Heusohn und Margret Feiertag-Weiler mit den Dankeschöntassen für Ehrenamtliche.
Bild: Stefan Kümmritz

Plus Aus dem geplanten Fest für Freiwillige wird nichts. Der Einsatz der Ehrenamtlichen in Ulm soll dennoch gewürdigt werden, 38 Künstler haben sich eingebracht.

Wer ein Ehrenamt bekleidet, hilft anderen – einfach so, ohne finanzielles Interesse. Manch einer betreut die alte, schwache Nachbarsfrau, andere kümmern sich um pflegebedürftige Kinder, kranke Tiere oder helfen eben, wo Hilfe benötigt wird. Viele Menschen engagieren sich auch gemäß dem Motto „Gemeinsinn gibt was“ über Ulmer Einrichtungen wie den Verein Engagiert in Ulm, den Stadtjugendring, die Zentrale Bürgeragentur Zebra oder über die Stadt Ulm selbst. Diese sind alle am Projekt „Freiwilligencard Ulm“ beteiligt, das in diesem Jahr 20 Jahre existiert.

Demgegenüber schaut Engagiert in Ulm jetzt auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Ein größeres und ein kleines Jubiläum, aber echt gefeiert wird nicht. In Zeiten der Corona-Pandemie sei das nicht möglich und die finanziellen Mittel seien auch nicht üppig, wie Larissa Heusohn von Engagiert in Ulm erklärt. Es gibt nur ein kleines Präsent für die freiwilligen Helfer in Form einer hochwertigen Tasse mit dem Aufdruck „Ohne dich geht nichts“ samt Inhalt, bestehend aus einer kleinen Süßigkeit, einem Mini-Tannenzweig und einem Dankeskärtchen.

Künstler gestalteten das Tassengeschenk für Ehrenamtliche in Ulm

„Das Tassengeschenk ersetzt unser Fest“, sagt Angelika Torer von Zebra. Dieses war für diesen Samstag, den Tag des Ehrenamts, geplant und fällt wegen Corona aus. 38 Künstler hatten ihre Entwürfe für die Gestaltung der Tasse eingereicht, folgende fünf wurden ausgewählt, mit ihrem Motiv die Tassen für die etwa 500 registrierten Ehrenamtsleute zu schmücken: Ottilie Gruber (Hand mit Freiwillen-Card), Jürgen Jauss (typografisch: Ohne dich geht nichts), Susanne Schlott (Puzzle), Jamal Shah (Herz mit Zahnrad, Hammer, Auto) und Eva Zimmermann (Kreis).

Angestoßen wurde das Projekt „Freiwilligen-Card“ vor 20 Jahren durch die Ulmer Bürgerstiftung. Daraus ist im Laufe der Jahre eine bedeutende Sache geworden, die von rund 50 Partnern beispielsweise aus Wirtschaft, Sport oder Kultur sowie der Stadt Ulm unterstützt wird. So erhalten die ehrenamtlichen Gutscheine, mit denen sie vergünstigt einkaufen, Veranstaltungen besuchen, Sport treiben oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Dies ist aber keine Bezahlung, sondern nur ein kleiner Anreiz. „Wir arbeiten auf niedrigem Level“, erläutert Margret Feiertag-Weiler vom Stadtjugendring. „Wir erhalten kleinere Zuschüsse und Spenden, auch von der Ulmer Bürgerstiftung. Die Personalkosten werden von den jeweiligen Trägern bestritten.“ Bedenken, Ehrenamtliche seien vielleicht oft nur „Schnäppchenjäger“, räumt Larissa Heusohn gleich aus: „Viele, die helfen, verzichten auf die Gutscheine oder lösen sie nicht ein.“

Das Engagement der Helfer sollte mindestens ein Jahr dauern und sie müssen sich mindestens drei Stunden die Woche engagieren. Nach jedem Jahr kommt ein kleiner Aufkleber aufs Kärtchen. Zu helfen gibt es genug. „Wir haben eine Datenbank mit 250 Angeboten und wir beraten auch die Ehrenamtlichen, wo sie sich am besten einsetzen“, so Heusohn. Coronabedingt mussten eine Straßenaktion abgesagt und der geplante Tag der Bürgerbeteiligung verschoben werden. Die Freiwilligenmesse vom 30. Januar bis 5. Februar 2021 geht nur digital über die Bühne. „Aber wir sind für nächstes Jahr guten Mutes“, so Larissa Heusohn.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren