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Weißenhorn

20.10.2019

Oldie-Night in der Fuggerhalle: Es lebe der Rock ’n’ Roll!

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Organisator Thomas Schulz griff persönlich zum Bass und spielte mit seiner Band Friends auf der Bühne der Fuggerhalle. Rund 1000 Fans kamen zur Oldie-Night nach Weißenhorn.
Bild: Andreas Brücken

Vier Bands liefern in der Fuggerhalle einen Konzertabend voller Hits und Jugendträume. Rund 1000 Fans kamen zur dritten Oldie-Night nach Weißenhorn.

Für die Oldie-Night in Weißenhorn hätte das Motto auch „aller guten Dinge sind drei“ lauten können – findet die Veranstaltung doch bereits zum dritten Mal statt. Nach 2014 und 2016 haben die Macher das Musikevent für einen guten Zweck wieder gestemmt und dafür die Fäden ihres Netzwerkes zusammengesponnen, um eine gelungene Benefizgala auf die Beine zu stellen. Auf dem Programm standen jedoch nicht Sekt und Häppchen für auserwählte Gäste in Smoking und Abendkleid, die klassische Musik geboten bekommen. Stattdessen setzten die Veranstalter auf bodenständige Kost, Bier aus der Flasche und legeren Dresscode in Jeans und T-Shirt zur besten Rock- und Popmusik aus den vergangenen Jahrzehnten.

Organisator Thomas Schulz griff selbst zum Bass und brachte für das Rockevent eine ganze Truppe von gestandenen Musikern der Region auf die Bühne der Fuggerhalle: Peter Nehmer an den Drums, Ulli Nittmann, Günter und Alexander Jergon an den Gitarren sowie Franz Rohmer und Gerhard Stahr an den Keyboards fanden sich als Band Friends für den Auftritt zusammen. Stimmlich unterstützte die Sängerin Brigitte Pfemeter die Band. Im musikalischen Gepäck dabei hatte die Gruppe genau das, was die rund 1000 Gäste im Saal hören wollten: Mit den legendären Hits aus den 1980er-Jahren wie „Nothing Else Matters“ von Metallica, dem Gute-Laune-Bringer „Walking on Sunshine“ von Katrina and the Waves oder der Kölsch-Rockhymne „Verdamp lang her“ von BAP steckten die Friends ihre Fans mit der Partystimmung an – und bald sang, tanzte und feierte die Oldie-Night-Gemeinde mit.

Oldie-Night in Weißenhorn: Publikum feiert in der Fuggerhalle

Sängerin Jesy Jergon gab mit der Rockversion von „Knocking on Heavens Door“ ihr gelungenes Debüt im Kreise der Weißenhorner Allstar-Band. Dabei war der Auftritt der Truppe noch kurz vor dem Konzerttermin auf wackeligen Beinen gestanden, wie Bassist Thomas Schulz verriet: Ein Wasserschaden bei einem Bandmitglied hatte den Probenkalender kurzfristig durcheinandergeworfen. Doch das sollte die Vollblutmusiker nicht aus der Ruhe bringen, erklärte Schulz weiter: „Mangelnde Probenzeiten gleichen wir durch unsere Erfahrung aus.“ Waren doch die Musiker allesamt mit Bands wie Mirage, Magic Wheels, Tennessee oder Back2stage schon jahrelang in der Umgebung von Weißenhorn unterwegs. Und so schien die Harmonie in der Band nicht nur auf der Bühne zu stimmen, wie der Sänger und Gitarrist Günter Jergon sagte: „Wir suchen die Stücke danach aus, was uns persönlich begeistert, was sich dann auch an die Zuhörer überträgt.“ Bassist Thomas Schulz ergänzte, dass die Songs für einen Abend an die Träume der Jugendzeit erinnern sollen. Zudem wollen die Musiker etwas anderes bieten, als das, was täglich im Radio zu hören sei, sagte Schulz weiter.

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Mit den beiden weiteren Coverbands haben die Veranstalter offensichtlich ebenfalls den Geschmack des Publikums getroffen: Sind doch Rock for Cover in der Fuggerstadt von Auftritten wie etwa bei der Kulturnacht bekannt und beliebt. Mit Hits von Bon Jovi, Falco oder Asia sorgte die Gruppe für Bewegung im Saal. Ebenfalls als Garant für eine gelungene Musikparty erwies sich einmal mehr das Quartett Rock Unlimited. Mit Klassikern von AC/DC bis Led Zeppelin ließen die Musiker die Rockerherzen in der Fuggerhalle höherschlagen.

Yasi Hofer und Rock Unlimited spielten bei der Oldie-Night in Weißenhorn

Als glänzender Kristall zwischen so viel massivem Rock erwies sich die Ulmer Gitarristin und Sängerin Yasi Hofer. Mit ihren knapp 27 Jahren ist die Musikerin schon lange kein Geheimtipp mehr, schon drei Alben mit eigenen Songs hat Hofer auf den Markt gebracht. In Weißenhorn zeigte die junge Ausnahmeerscheinung, wo die Rockmusik in Zukunft hingehen könnte: Sie vereint Talent mit ansteckender Spielfreude und begibt sich musikalisch mutig auf neue Wege – genau so, wie es die großen Legenden der Rockgeschichte in den vergangenen Jahrzehnten vor ihr auch getan haben. Mit dem Engagent von Hofer haben die Organisatoren der Oldie-Night gezeigt, dass der Rock ’n’ Roll noch lange nicht gestorben ist.

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