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Ulm

23.05.2019

Online-Petition für die Zukunft des Museums Ulm

Beinahe unsichtbar: Das Eingangsgebäude am Marktplatz (links) soll nach dem Willen der Museumsfreunde durch einen Neubau ersetzt werden.
Bild: Alexander Kaya

Der Freundesverein will mit Unterschriftenaktion Druck in Sachen Sanierung und Eingangsneubau machen. Die Direktorin des Hauses freut sich über die Unterstützung ihrer Ziele.

Dass das Museum Ulm saniert und erweitert werden soll, ist eigentlich beschlossene Sache. Doch wann – das steht noch immer in den Sternen. Nachdem im vergangenen Jahr SPD und CDU bei den Ulmer Haushaltsberatungen mit dem Antrag gescheitert waren, die Baumaßnahmen bis zum Jahr 2025 abzuschließen, läuft nun eine Online-Petition mit demselben Ziel. Das Museum Ulm feiert 2025 seinen 100. Geburtstag.

Hinter der Petition stehen die Freunde des Ulmer Museums. Sie fordern den Gemeinderat und die Stadtverwaltung auf, die Voraussetzungen für eine bauliche, strukturelle und raumklimatische Sanierung des Gebäudekomplexes zu schaffen. Mit der Initiative will der Verein, so heißt es in einer Pressemitteilung, erreichen, dass die Bürger das Jubiläum „des traditionsreichen Museums Ulm in einem nach Museumsstandards des 21. Jahrhunderts sanierten Gebäude samt einem Eingangsneubau feiern“ können. Die Museumsfreunde unterstützen seit 1982 die Arbeit des Museums Ulm. Sie konnten bislang ein Spendenvolumen von mehr als 1,7 Millionen Euro für Sammlung und Museumsarbeit mobilisieren.

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In der Online-Petitionsbegründung heißt es, dass Exponate wie der Löwenmensch, die herausragenden Zeugnisse der Ulmer Bildhauerkunst des 15. und frühen 16. Jahrhunderts sowie die Sammlung Fried mit Kunst der 1950er bis 70er Jahre eines Präsentationsstandards bedürften, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht. Zudem müsse die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Dazu bedürfe es eines neuen Eingangsgebäudes mit großzügigen Garderoben und Sanitärbereichen gleichermaßen wie einer Neuinszenierung der Dauerausstellungsbereiche. Das Museum sollte rasch für Sammlungsstücke und Leihgaben moderne klimatische Bedingungen bieten können.

Bislang unterstützen rund 250 Menschen die Petition für das Museum Ulm

Bis Mittwoch hatten knapp 250 Menschen die Petition unterschrieben. Zu den einsehbaren Unterstützern zählen Kulturschaffende und Museumsmitarbeiter ebenso wie Köpfe aus der regionalen Wirtschaft und Politik. Museumsdirektorin Stefanie Dathe freut sich über das Engagement. „Wir können jede Unterstützung gebrauchen.“ Sie finde es traurig, dass das Museum bei den Investitionsentscheidungen der vergangenen Jahre, auch schon vor ihrer Zeit, „immer wieder hinten runter gefallen ist“; dabei stellten die dort vorhandenen Schätze einen großen kulturellen Wert für die Stadt dar. Doch damit diese überhaupt bemerkt werden und ihr Publikum finden, bräuchte es eine Sanierung der historischen Bauten und einen Neubau des Eingangsgebäudes. Sie wünsche sich von der Ulmer Politik genauso viel leidenschaftliches Engagement für die Zukunft des Museums wie für die Belange des Theaters.

Der Text der Petition spricht Dathe also aus dem Herzen. Selbst angestoßen habe sie die Unterschriftensammlung aber nicht, stellt sie klar: Die Petition sei tatsächlich eine Initiative des Freundesvereins, „das ist nicht auf unserem Mist gewachsen“. (az/mgo)

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