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Verkehr

10.11.2018

Osttangente wohl nur bis zur B28

Stadträte besprechen nicht öffentlich eine kurze Variante

Die Osttangente ist wieder im Gespräch. Wie berichtet, soll die Stadtverwaltung nun mit dem Staatlichen Bauamt in Krumbach genauere Pläne für die Umgehung erarbeiten. Ein Verkehrskonzept hat der Stadtrat am Dienstag beschlossen. Dieses verfolgt das Ziel, den Verkehr im Stadtgebiet und auf anderen überlasteten Straßen zu reduzieren – unter anderem mithilfe der Osttangente.

Wo diese verlaufen könnte, ist noch völlig unklar, denn die Planungen müssen von vorne beginnen, wie Michael Preuß vom Ingenieurbüro Modus Consult sagte. In unserem Bericht über die Tangente haben wir von einer potenziellen Trasse östlich von Wullenstetten bis zur B28 und zur NU3 berichtet. Im Verkehrskonzept heißt es, dass die Tangente einen Anschluss an die B28 bekommen soll und in einem zweiten Bauabschnitt eine Option für die Weiterführung zur NU3 östlich von Aufheim besteht. Diesen zweiten potenziellen Bauabschnitt unterstützen die Stadträte nicht, wie jetzt zu erfahren war. Das haben sie eigenen Angaben nach in einer nicht öffentlichen Klausurtagung im Januar so besprochen. In der öffentlichen Sitzung am Dienstag kamen dazu keine Aussagen, das Verkehrskonzept wurde so beschlossen, wie es vorlag – mit der Option, die Trasse zu erweitern.

Die Entscheidung, wo und wie die Umgehung am Ende verläuft, steht ohnehin noch in weiter Ferne. Nach der Untersuchung, ob sie machbar ist, müssten zunächst Grundstücke gekauft werden. Solche Verhandlungen ziehen sich bekanntlich hin. In Vöhringen hat es 30 Jahre gedauert, bis die Umgehungsstraße zur A7 fertig war. Die Grünen stimmten im Stadtrat dann auch gegen die Osttangente.

Helmut Meisel nannte es nicht nur „absurd, eine Straße auf die grüne Wiese zu bauen“, sondern gar eine „Utopie“, da Senden sich dieses Projekt nicht leisten könne. Vielmehr solle man sich auf Radler und öffentlichen Nahverkehr konzentrieren. Senden spricht mit den Busunternehmen wegen der Verbindung in den Sendener Norden. Zudem will die Verwaltung einen Antrag zum Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune (AGFK) vorbereiten, der Vorschlag dafür kam von Claudia Schäfer-Rudolf (CSU). (cao)

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