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Ulm

30.08.2019

Parken – der große Zankapfel

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Das Thema Parken ist in Ulm ein Zankapfel.

Neu in Ulm: Autofahrer können ihre Parkgebühren auch per Mobiltelefon bezahlen. Das ist nicht die einzige Änderung: Jahrzehnte lang wurden in Ulm abgestellte Autos auf Gehwegen in vielen Straßen geduldet. Damit ist jetzt Schluss.

Beim Thema Parken hört die Freundschaft oft auf. Von Ulm bis Illertissen lässt sich in Wohngebieten immer wieder beobachten, wie die Masken guter Nachbarschaft fallen, wenn im Stress nach Feierabend um Parkraum gekämpft wird. In der Münsterstadt wohl am heftigsten, schließlich drängen in den citynahen Wohngebieten neben den Anwohnern noch Auswärtige auf die raren Parkplätze. In naher Zukunft wird wohl mit noch härteren Bandagen gekämpft: Denn ausgelöst durch eine Petition ist die Ulmer Stadtverwaltung gezwungen, das über drei Jahrzehnte vielfach geduldete Gehwegparken so zu ahnden, wie es die Straßenverkehrsverordnung vorsieht. Eigentlich überfällig: Denn Parken auf Gehwegen gefährdet die schwächsten Verkehrsteilnehmenden. Menschen mit Kinderwagen, Rollstühlen oder Rollatoren kommen auf Gehwegen nicht durch oder müssen gar auf die Straße ausweichen. Doch Verhaltensweisen, die sich über Jahrzehnte eingeschliffen haben, lassen sich nicht über Nacht ändern. Da ist ordentlich Zunder drin, denn die Autos müssen ja irgendwohin.

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Unabhängig davon, trägt zur Befriedung einer allgemein angespannten Parksituation in Ulm zweifellos die Möglichkeit bei, dass ab Sonntag die Gebühren mit dem Handy bezahlt werden können. Wer damit nichts am Hut hat, kann das Angebot einfach ignorieren und weiter sein Kleingeld in die Parkuhren stecken. Die anderen könnten durchaus proftieren, selbst wenn in Ulm sämtliche Handyparken-Anbieter ihre unterschiedlichen Gebühren nehmen. Denn wer beim Bummel durch Ulm am Samstag merkt, dass die Einkaufstour doch länger dauert, kann einfach sein Handy zücken und ganz bequem nachzahlen. Was ist sicher billiger als ein städtisches Knöllchen.

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