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Ulm

08.04.2021

Parkplätze in Ulm gesperrt: Stadt geht gegen Poser und Tuning-Treffen vor

Polizei sperrt ab kommendem Wochenende Parkplätze in Ulm wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Wegen Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen am Osterwochenende will die Polizei jetzt Parkplätze in Ulm sperren. Wie reagiert die Stadt Neu-Ulm?

Nachdem sich am Osterwochenende Mitglieder der Poser- und Tuning-Szene in großen Gruppen mit bis zu 200 Personen in Ulm versammelt haben, ohne auf die Abstandsregeln zu achten, wollen die Stadtverwaltung und die Ulmer Polizei gemeinsam gegen solche Ansammlungen vorgehen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben sie bekannt, an den kommenden Wochenenden Parkplätze und Orte, die sich für solche Treffen anbieten, weiträumig zu sperren. Und wie reagiert die Stadt Neu-Ulm?

"Ein solch rücksichtsloses Verhalten, wie es am vergangenen Wochenende zur Schau gestellt wurde, ist - zumal während Corona - vollkommen inakzeptabel", wird Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) zitiert. "Das auf Provokation ausgerichtete, vermeintliche Vergnügen von wenigen darf nicht zulasten der großen Mehrheit gehen. Deshalb gehen wir entschieden dagegen vor."

Tuning-Treffen am Ostersonntag in Ulm und Neu-Ulm

Am Ostersonntag räumte die Polizei um 19 Uhr zwei Parkplätze in der Blaubeurer Straße, auf denen sich Mitglieder der Poser- und Tuning-Szene versammelt hatten, ohne die Corona-Beschränkungen einzuhalten. Später störten Fahrer aus der Szene auf dem Altstadtring und auf einem Parkplatz in der Wielandstraße mit lauten Motoren und Musik die Anwohner. Auch hier verteilte die Polizei Platzverweise.

In Neu-Ulm standen am Abend des Ostersonntags etwa 100 Fahrzeuge und 200 Personen auf dem Parkplatz des Donaubades. Laut der Polizei gehörten die Anwesenden ebenfalls zur Tuning-Szene, spielten laute Musik, ließen ihre Motoren aufheulen und hielten sich nicht an die Abstandsregeln. Als die Polizei zum Donaubad kam, flüchteten die Personen, konnten aber zum Großteil aufgehalten werden. Wenige Stunden später entdeckte die Polizei ein kleineres Treffen von etwa 30 Fahrzeugen am Ludwigsfelder Baggersee. Auch hier versuchten die Fahrer erfolglos zu flüchten.

Härteres Vorgehen wegen Verstößen gegen Corona-Beschränkungen

Teilnehmer solcher Versammlungen störten nicht nur Nachtruhe und Verkehrssicherheit, sondern verstießen auch gegen die Corona-Verordnung und gefährdeten damit sich und andere, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Ulm und des Ulmer Polizeipräsidiums. Ihnen drohen Anzeigen sowie Bußgelder bis in den hohen dreistelligen Bereich.

„Wir werden diejenigen, die aus selbstsüchtigen Motiven andere gefährden oder massiv belästigen, konsequent und unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten in die Schranken weisen“, kündigte Polizeipräsident Bernhard Weber, Leiter des Polizeipräsidiums Ulm, an. „Ein derart verantwortungsloses und sozialschädliches Agieren solcher Zeitgenossen wie am vergangenen Wochenende werden wir keinesfalls dulden“.

Die Stadt Neu-Ulm hat sich auf Anfrage unserer Redaktion bezüglich ihres zukünftigen Vorgehens noch nicht geäußert. (AZ)

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