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Programm

02.10.2018

Passion für Alte Musik

Die Gambistin Hille Perl. <b>Foto: Foppe Schut</b>
Bild: Foppe Schut

Im Münster gibt es am Wochenende große Komponisten und bekannte Interpreten

Ulm Der Begriff Passion bezeichnet einerseits die emotionale Hingabe des Menschen zu einer bestimmten Tätigkeit, andererseits beschreibt die Passion die Schilderung des Leidensweges Christi. Beim „Festival Alte Musik“ am Wochenende im Ulmer Münster geht es um beide Bedeutungen von Passion. Das Publikum erwartet eine neue Hörerfahrung: Aufgrund der bautechnischen Sperrung des Chorraums werden die 19.30-Uhr-Konzerte an einem ungewohnten Ort aufgeführt: im nördlichen Seitenschiff des Münsters.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 5. Oktober, um 19.30 Uhr mit Reinhard Keisers Markuspassion. Keiser war einer der führenden Komponisten der Barockzeit. Johann Sebastian Bach brachte dessen Markuspassion mindestens drei Mal zur Aufführung. Das Werk war in vielerlei Hinsicht das Vorbild für Bachs Passionen. Diana Fischer (Sopran), Martina Gmeinder (Alt), Henning Jensen (Tenor), Thomas Gropper (Bass), das Karlsruher Barockorchester und das Vokalensemble Ulmer Münster musizieren unter der Leitung von Münsterkantor Friedemann Johannes Wieland. Das anschließende Nachtkonzert um 22 Uhr gestaltet das Barockensemble „Les Goûts Réunis“ in der Neithart-Kapelle. Unter der Überschrift „Telemann und Bach, Vielschreiber und Genie?“ musizieren Mitglieder des Freiburger und Karlsruher Barockorchesters.

Am Samstag, 6. Oktober, gibt Europas wohl angesehenste Gambistin Hille Perl um 19.30 Uhr mit ihrem Duopartner Lee Santana ihr Gastspiel im Münster. Im Konzertprogramm „Freude, Trauer, Leidenschaft am Hofe des Sonnenkönigs Louis XIV.“ erklingen Kompositionen von Louis Couperin, Marin Marais, Antoine Forqueray und Jacques Bittner. Im Nachtkonzert um 22 Uhr tritt das Marais-Consort mit einem Programm in der Neithart-Kapelle auf, das François Couperin (1668-1733) anlässlich seines 350. Geburtstags gewidmet ist. Ausführende sind Margart C. Hunter (Sopran), Hans-Georg Kramer (Viola da Gamba) und Ingelore Schubert (Cembalo).

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Am Sonntag, 7. Oktober, gestalten zunächst das Vokalensemble Ulmer Münster (unter Leitung von Münsterkantor Wieland) und Pfarrer Peter Schaal-Ahlers um 9.30 Uhr den Hauptgottesdienst im Münster mit Werken von John Tavener, Ola Gjielo und Arvo Pärt. Generalmusikdirektor Timo Handschuh wird an der Hauptorgel des Münsters zu hören sein. Den Abschluss des Festivals bildet die „Bach-Nacht“ ab 20 Uhr mit verschiedenen Stationen im Münster. Azadeh Maghsoodi (Violine), Stanislas Kim (Violoncello) und Janis Pfeifer (Flügel) spielen Partiten, Sonaten und Suiten für ihr jeweiliges Soloinstrument und bringen verschiedene Räume des Münsters zum Klingen. (az)

Vorverkauf Karten für die 19.30-Uhr-Konzerte gibt es unter anderem bei Blende 22 Neu-Ulm, Telefon 0731/6021597. Tickets für die Nachtkonzerte nur an der Abendkasse.

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