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Verkehr

16.05.2019

Per Anhalter durch die Gemeinde

Die „Mitfahrbank“ ist das neueste Projekt der Nersinger Agendabeauftragten Anja Mayer-Ley.
Bild: Andreas Brücken

Acht „Mitfahrbänke“ stehen jetzt in Nersingen als Mobilitätskonzept

Sichtlich stolz nimmt Anja Mayer-Ley auf der leuchtend blauen Bank vor der St.-Ulrich-Kirche Platz. Diese „Mitfahrbank“ hat die Agendabeauftragte und Gemeinderätin von Nersingen selbst initiiert. An acht Standorten können Bürger jetzt auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Zur Einweihung spielten jugendliche Blasmusiker, die Gemeindefahne wurde hochgezogen und ein festliches Buffet hergerichtet.

Landrat Thorsten Freudenberger brachte das Prinzip des Projekts auf den Punkt: „Die ,Mitfahrbank‘ funktioniert nur, wenn Autofahrer einen Wartenden mitnehmen.“ Die „Mitfahrbänke“ seien ein Zeichen dafür, dass die europäische Politik auch in den Gemeinden wirksam werde. „Wo Bürger gute Ideen haben, wird das Engagement von der Europäischen Union in Form einer Mitfinanzierung gefördert.“ Rund 10000 Euro kosteten die acht Bänke samt Hinweisschilder.

Die Idee, die Nersinger Ortsteile miteinander zu vernetzen, sei derweil schon einige Jahre alt, verriet Bürgermeister Erich Winkler. Doch das Projekt sei zwischendurch wieder „eingeschlafen“ – bis es von Mayer-Ley wieder aufgenommen wurde. Zuversichtlich zeigte sich Winkler, dass die „Mitfahrbänke“ von den Bürgern angenommen werden. „In Nersingen steht man zusammen und fährt auch zusammen.“

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Agendabeauftragte Mayer-Ley will sich mit dem abgeschlossenen Projekt jedoch nicht zufriedengeben. Sie sei auch jetzt wieder auf der Suche nach neuen Ideen und Anregungen.

Eine romantische Anekdote steuerte Jolanta Reichenberger bei der Einweihung bei. Sie sei vor gut drei Jahrzehnten als Anhalterin unterwegs gewesen und von einem jungen Mann mitgenommen worden – zwei Jahre später heirateten die beiden. (anbr)

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