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Pfaffenhofen

29.11.2018

Pfaffenhofer Hauptstraße: Baustelle mit Nebenwirkungen

In der Hauptstraße in Pfaffenhofen stehen 2019 Bauarbeiten an.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolfoto)

2019 wird der nördliche Teil der Hauptstraße in Pfaffenhofen umgestaltet. Bürger rechnen mit Problemen durch die Vollsperrung, die dann nötig sein wird.

Nächstes Jahr soll es endlich losgehen: Am 11. März 2019 ist, wenn die Witterung es zulässt, der Baubeginn für die Umgestaltung des nördlichen Teils der Pfaffenhofer Hauptstraße vorgesehen. Das Projekt schließt den Umbau der Taverne-Kreuzung samt Bau einer Ampelanlage mit ein. Zu diesem Thema gab es bei der Bürgerversammlung mit gut 40 Interessierten am Dienstagabend in der Hermann-Köhl-Schule die meisten Nachfragen. Denn einige Pfaffenhofer befürchten, dass die Baustelle und eine damit einhergehende Vollsperrung Probleme mit sich bringen werden.

Bürgermeister Josef Walz zufolge sind zunächst die Wasserleitung und der Kanalbau an der Reihe. Während dieser Zeit – schätzungsweise zehn bis zwölf Wochen – wird die Hauptstraße halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr. Danach, also voraussichtlich im Sommer, muss für den Einbau der Fahrbahn die Straße sechs bis acht Wochen komplett gesperrt werden. Einen genaueren Zeitplan gebe es aber noch nicht, ebenso wenig einen exakten Plan der Umleitungen, sagte Walz. Zwar sei vorgesehen, bereits in Weißenhorn sowie in Raunertshofen und im Pfaffenhofer Norden eine überörtliche Umleitung auszuschildern. „Doch die Ortskundigen werden ihre Schleichwege eh wissen.“

In Pfaffenhofen soll es künftig mehr Verkehrsüberwachung geben

Ein Anwohner der Erbishofener Straße regte an, zur Entlastung zumindest für Lastwagen die Geschwindigkeit dort auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. „Das wäre eine Überlegung wert“, sagte Walz. Maßnahmen, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, forderten zwei Anwohner der Müller-Siedlung im Nordwesten Pfaffenhofens. Im Kreuzungsbereich von Pfaffenhofener und Holzschwanger Straße sei die Situation jetzt schon kritisch. „Meine Angst ist, dass Kinder dann gar nicht mehr über die Straße kommen“, sagte einer der Männer. Dem widersprach Walz: „Der Verkehr ist nicht so stark, dass Sie minutenlang warten müssen.“ Sein Kompromissvorschlag, Schulweghelfer einzusetzen, überzeugte die Bürger aus der Müller-Siedlung jedoch nicht.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Tempo-30-Zonen forderte ein Anwohner der Kolpingstraße. Tempo 60 und 70 seien dort keine Seltenheit, sagte er. Darauf antwortete Walz: Eine Tempo-30-Überwachung nehme die Polizei derzeit nur in kritischen Bereichen vor, etwa vor Schulen und Kindergärten. Deshalb wolle die Marktgemeinde im nächsten Jahr der kommunalen Verkehrsüberwachung beitreten. Deren Mitarbeiter könnten dann auch andere Tempo-30-Zonen überwachen – und den ruhenden Verkehr überwachen. „Das Parken in Pfaffenhofen ist auch eine Katastrophe“, ergänzte Walz.

An der Taverne-Kreuzung werden vier Ampeln aufgestellt

Die Frage, wie die neue Ampel an der Taverne-Kreuzung einmal geschaltet wird, konnte der Bürgermeister nicht beantworten. „Das wird über das Staatliche Bauamt gemacht.“ Er wisse nur, dass vier Ampeln aufgestellt werden sollen, an jeder der vier Seiten eine.

Unklar ist auch noch, wann es mit dem Neubaugebiet Hasenäcker südlich der Hermann-Köhl-Straße losgeht. „Der Bebauungsplan muss noch rechtskräftig werden“, sagte Walz. Scheibchenweise kämen immer wieder Einwände. Denkbar sei, dass die Erschließung im Frühjahr erfolgt und die ersten Baugrundstücke im Herbst zum Verkauf angeboten werden können.

Fest steht derweil, dass eine Abteilung der Gemeindeverwaltung nächstes Jahr umziehen wird: Weil das Rathaus aus allen Nähten platzt, wird Walz zufolge die Finanzabteilung im Dachgeschoss des renovierten, gemeindeeigenen Gebäudes am Kirchplatz untergebracht.

Mehr über Pfaffenhofen und seine Hauptstraße lesen Sie hier: Neue Lampen für den nördlichen Teil der Hauptstraße und Diese Familie serviert die Vielfalt der georgischen Küche.

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