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Senden

12.10.2018

Plötzlich hat Senden vier Millionen Euro mehr in der Kasse

Laut dem Bürgermeister hat Senden 2017 gut gewirtschaftet.
Bild: Symbolfoto Ralf Lienert

Für die Stadt ist das Jahr 2017 nach Angaben von Bürgermeister Raphael Bögge besser gelaufen als gedacht. Sorgen macht dem Rathauschef hingegen der Bahnhof.

Von einer interessanten Entdeckung hat Rathauschef Raphael Bögge am Mittwochabend in der Sendener Bürgerversammlung berichtet. Im Stadtsäckel seien vier Millionen Euro mehr als gedacht. „Ich habe es selbst erst heute erfahren“, verkündete Bögge am Mittwochabend vor knapp 50 Zuhörern im Bürgerhaus, „2017 ist deutlich besser gelaufen als geplant“.

So weise die Jahresrechnung 2017 einen Überschuss von vier Millionen Euro auf. „Wir werden als Verwaltung vorschlagen, das in die Rücklage zu legen, um für schlechte Zeiten oder Investitionen vorbereitet zu sein“, sagte Bögge. Damit bleibe der Haushalt 2017 schuldenfrei. Die Zahlen würden nun vom Rechnungsprüfungsausschuss analysiert. Aus welchen Summen sich der Millionenbetrag genau zusammensetzt, erklärte er jedoch nicht. Auch nicht in einer Pressemitteilung am nächsten Tag. Er rechne 2018 ebenfalls mit einer positiven Entwicklung der Haushaltslage, sagte Bögge nur.

Kommt der Steg über die Gleise erst 2023?

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Sorgen hingegen macht ihm der Sendener Bahnhof: Der Bau des Fußgängerstegs über die Schienen werde sich nämlich verzögern. Die Bahn wolle den Steg erst 2023 bauen. „Das ist für Senden nicht tolerabel“, kritisierte Bögge, es müsse schneller gehen. Sonst müsse man vier Jahre lang mit einem Provisorium zurechtkommen, weil Bahnsteige und Stellwerk ja bereits früher umgebaut würden. Er habe sich mit Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg über die Lage unterhalten und nun ein Schreiben an die zuständige Bahntochter Station und Service gesandt, „da muss dringend nachgebessert werden“. Weil durch den Steg auch das Bahnhofsumfeld anders aussehen müsse, will Bögge Anfang 2019 eine Klausurtagung abhalten, um neu zu planen. Auch einen Wettbewerb soll es kommendes Jahr dazu geben.

Des Weiteren stellte Bögge laufende Bauprojekte vor, etwa den Kindergarten Witzighausen, der am 5. November bezogen wird, und den Aulabau in Wullenstetten, der bis August 2019 fertig sei. Bewegung komme auch ins Baugebiet „Am Stadtpark“: 2019 soll es erschlossen werden. „Ein wichtiger Schritt“, der Wohnbau auf einer Fläche von 13 Hektar ermögliche. Dazu komme noch das Baugebiet „Untere Au“, das 2019/2020 erschlossen werde. Die Dachsanierung an der Wirtschaftsschule sei abgeschlossen, berichtete Bögge, und der Modellversuch an der Schule habe sich als Erfolg erwiesen, der neue Schüler anziehe. Eines der nächsten Ziele sei, dass die WiSS eine Eingangsklasse 5 bekomme.

Einige Bürger ärgern sich über den Lastwagen-Verkehr

Zu den baulichen Vorhaben der nächsten Monate gehört sowohl der geplante Kindergarten in der Weberei als auch der Umbau der Kreuzung Berliner Straße/Königsberger Straße, der für einen besseren Verkehrsfluss sorgen soll. Fürs Gewerbegebiet Florianstraße I, das Areal der Firma Bredent, liefen derzeit letzte Absprachen mit dem Investor, sagte Bögge. Ein großer Erfolg sei auch, dass das Ulmer Unternehmen Mayser nun 20000 Quadratmeter zusätzliche Fläche erwerben will, „ein deutliches Zeichen, dass Mayser nach Senden kommen möchte“.

Mehrere Bürgerfragen gab es in Sachen Verkehr: Der Schwerlastverkehr in der Kemptener Straße sei katastrophal, das könne man niemanden mehr zumuten, klagte ein Anwohner. Es müsse einen Weg geben, dass zumindest die Lastwagen die nach Vöhringen wollen, über die A7 fahren statt durch Senden. Eine schnelle Lösung, antwortete Bögge, gebe es da nicht: Langfristig könne eine Osttangente abhelfen. Ein Zufahrtsverbot für Lastwagen von der B28 her „bekommen wir nicht durch“. Die Verwaltung könne da aber erneut einen Vorstoß machen.

Ein Anwohner der Siemensstraße berichtete, dass auch spätabends Lastwagen durchführen, vielfach zu schnell. Noch schlimmer werde es, wenn das Gewerbegebiet Florianstraße weiter wachse. Dazu, sagte der Verwaltungschef, gebe es noch keine Erschließungsplanung, der nächste Schritt sei der Umbau der Kreuzung Königsberger Straße.

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