Newsticker
Italien meldet 100.000 Corona-Tote, Niederlande verlängert Lockdown, Österreich riegelt Stadt ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Polizeiauto im Einsatz gerammt: Sieben Menschen verletzt

Unfall

08.07.2019

Polizeiauto im Einsatz gerammt: Sieben Menschen verletzt

Insgesamt sieben Menschen sind bei einem Verkehrsunfall am Samstagabend im Ulmer Westen verletzt worden. Ein Polizeiauto wurde gerammt.
Bild: Heckmann

Der Wagen ist mit Blaulicht und Sirene unterwegs, als es am Kuhbergring kracht. Die Straße ist lange gesperrt

Insgesamt sieben Verletzte gab es bei einem Verkehrsunfall am Samstagabend im Ulmer Westen. Insgesamt fünf Fahrzeuge waren beteiligt, darunter auch ein Streifenwagen der Polizei auf Einsatzfahrt. Kurz nach halb sechs Uhr abends war der Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn den Kuhbergring abwärts in Richtung B311 unterwegs. Beim Überqueren der Kreuzung wurde das Polizeiauto von einem weiteren Fahrzeug rechts in die Seite gerammt.

An der Kreuzung zum Stadtteil Grimmelfingen und zur Lindenhöhe stand für den Streifenwagen die Ampel auf Rot. Mehrere Fahrzeuge wollten von links und rechts die Kreuzung bei Grün überqueren. Ein aus Grimmelfingen kommender VW-Bus und ein Volvo hielten genauso an wie ein aus Richtung Lindenhöhe kommender Mercedes. Der Streifenwagen wollte seine Fahrt fortsetzen, als ein Kia rechts am wartenden Mercedes vorbeifuhr und den Streifenwagen in die Seite rammte. Dadurch prallte der Streifenwagen gegen den VW Bus und den Volvo, auch der Kia prallte noch gegen den Volkswagen. Der wartende Mercedes blieb unbeschädigt.

In den vier beschädigten Fahrzeugen wurden insgesamt sieben Personen leicht verletzt, darunter die beiden Polizeibeamten sowie im Kia vier Insassen im Alter von 44, 36, sieben und zwei Jahren und auch ein sechsjähriges Kind im VW Bus. Die Verletzten wurden vor Ort von einem Notarzt untersucht und mit vier Rettungswagen in umliegende Kliniken gebracht. Die ebenfalls alarmierte Ulmer Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, unterstützte die Polizei mehrere Stunden bei der Absicherung und Umleitung und band ausgelaufene Flüssigkeiten ab.

Um eine neutrale Unfallaufnahme zu gewährleisten, wurde der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei Laupheim als neutrale Dienststelle beauftragt. Zusätzlich ordnete der Bereitschaftsstaatsanwalt an, dass ein Unfallanalytiker vor Ort die Spuren sichert und ein Gutachten über den Unfallhergang anfertigt. Für diese Unfallermittlungen und auch die Reinigung der durch auslaufendes Motoröl verschmutzten Unfallstelle mit einer Spezialmaschine musste die Kreisstraße rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt werden.

Das führte zu Staus und Umwegen im westlichen Stadtgebiet, denn die B10 quer durch die Stadt Ulm war wegen Bauarbeiten von drei auf eine Fahrspur reduziert und die Strecke mit der Unfallstelle war die ausgeschilderte Umleitungsstrecke. Der Sachschaden wird von der Polizei auf insgesamt etwa 135 000 Euro geschätzt. (az)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren