1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Post plant vollautomatisches Paketzentrum in Neu-Ulm

Neu-Ulm

16.11.2016

Post plant vollautomatisches Paketzentrum in Neu-Ulm

Die Post plant ein fast 5000 Quadratmeter großes Gebäude in Neu-Ulm.
Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

Das Tochterunternehmen DHL will in Neu-Ulm eine neue Anlage bauen. Und die ist recht groß.

Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein und lassen sich die Waren bequem nach Hause schicken. Vor allem in der Vorweihnachtszeit sorgt das bei Lieferdiensten für ein enormes Arbeitspensum. Die Deutsche Post DHL will laut einer Pressemitteilung genau darauf reagieren und erweitert daher die Kapazitäten ihrer Paketzentren. Seit Ende 2012 seien bereits zahlreiche sogenannte mechanisierte Zustellbasen in Betrieb genommen worden, weitere sind geplant. Mittlerweile gibt es über 60 dieser modernen Zustellbasen, in denen die Pakete vollautomatisch vorsortiert werden.

DHL plant nun den Bau einer weiteren solchen Zustellbasis in Neu-Ulm. Auf rund 4750 Quadratmetern hätten dann im Jahresschnitt rund 70 DHL-Mitarbeiter dort ihren Arbeitsplatz – neue Stellen entstehen laut Auskunft eines Firmensprechers nicht. Robert Straub als Investor hat bei der Stadtverwaltung einen entsprechenden Bauantrag eingereicht. „Wenn alles klappt, könnten bereits die Weihnachtspakete 2017 von der neuen Zustellbasis aus zugestellt werden“, wird Straub in der Pressemitteilung zitiert. Die mechanischen Zustellbasen bilden neben den Paketzentren die zweite Säule des neuen Konzepts der DHL. Durch ihren modularen Aufbau können sie bei Bedarf zu kleinen Paketzentren umfunktioniert werden, etwa durch flexibel nutzbare Be- und Entlademöglichkeiten sowie bereits eingebaute Sortiertechnik. Was bisher in verschiedenen Zustellbasen von Hand erledigt wurde, geschieht in der neuen Anlage automatisch. Die Verteilanlage ordnet die Sendungen dem entsprechenden Zusteller in Kastenrutschen zu, die bis zu 200 Sendungen fassen. Wie viel Geld die Post in den Bau der neuen Anlage investiert, wollte der Unternehmenssprecher gestern nicht sagen.

Mit der Entscheidung für den Standort am nördlichen Ende der Otto-Hahn-Straße ist die DHL auch raus aus dem Rennen um ein anderes begehrtes Grundstück im Stadtgebiet. Wie Anfang des Jahres berichtet, plant die Stadt die Ausweisung eines rund vier Hektar großen Gewerbegebietes an der A7 bei der Anschlussstelle Nersingen. Mehrere Unternehmen hätten ihr Interesse an dem Grundstück bekundet, erklärte damals Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Die DHL war eines davon. Wie der Firmensprecher gestern bestätigte, hätten sich die entsprechenden Überlegungen des Tochterunternehmens der Deutschen Post nunmehr erledigt.

Bei den Verantwortlichen im Rathaus sorgt das allerdings nicht für Sorgenfalten, wie eine Sprecherin erklärte. Das Grundstück sei weiterhin äußerst attraktiv und es gebe immer noch mehrere Interessenten. Daher würden die Planungen für das Gewerbegebiet mit dem Namen „Riffelbank“ weiter vorangetrieben. Möglicherweise könne Ende 2017 die Vergabe erfolgen. (az, bmi)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20KAYA9978(1).tif
Offenhausen/Landkreis

Sie wissen besonders gut, was Senioren wollen

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen