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26.02.2010

Räte fordern neue Ideen für Brunnen

Pfaffenhofen Mehr Abwechslung für die neue Mitte: Die Pfaffenhofer Markträte haben eine größere Auswahl bei Alternativen für einen geplanten Brunnen auf dem Rathausplatz gefordert. In einer Sitzung äußerten sich einige Räte unzufrieden mit dem Konzept der sogenannten Wasserwand. Sie baten die Gemeindeverwaltung, weitere Vorschläge einzuholen. Zudem legte das Gremium fest, welche Bäume und Bänke den Pfaffenhofer Ortskern zieren werden. Der Ausbau wird nach Schätzungen rund 1,1 Millionen Euro kosten.

Viel Grün, viel Holz: Sabine Krones vom Bauamt stellte den Räten einige Details zum geplanten Ausbau vor. Er soll unter dem Leitmotiv "Ort im Garten" stehen. Hier ein Überblick.

Brunnen: Nach dem Vorschlag einer Architektin könnte der neue Brunnen nach dem Vorbild eines Bauwerkes in Regensburg gestaltet werden. Das Konzept: eine längliche Wand, an der Wasser zu einer Rinne hinabläuft und daneben Sitzflächen. Die Kosten: rund 66 000 Euro. Dies gefiel manchen Markträten offenbar überhaupt nicht. Rat Rolf Gaßner (SPD) fand den Entwurf "zu kalt und zu modern". So ein Brunnen passe nicht nach Pfaffenhofen. Gaßner empfahl, das Projekt auszuschreiben, um weitere Ideen zu sammeln. "Oder sind wir unter Zeitdruck, wie bei vielen Dingen?" Auch Rätin Claudia Walk (FWG) war gegen die Wasserwand: "Da muss man ja an eine Urinrinne denken." Sie stelle sich einen Brunnen wie in Illertissen vor, wo Fontänen aus dem Boden sprudelten. Rätin Maria Störk (CSU) mahnte, auf die Tiefe des Wassers zu achten: "Es darf kein Kind ertrinken."

Bürgermeister Josef Walz (CSU) sagte, die Verwaltung werde weitere Alternativen einholen. Diese sollen den Räten in einer kommenden Sitzung präsentiert werden.

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Stützmauer: Im westlichen Bereich des neuen Platzes wird es eine Stützmauer geben. Die Räte sprachen sich dafür aus, die Mauer mit gestocktem Beton zu verkleiden. Oben wird ein Geländer das Bauwerk für Fußgänger sicher machen.

Bushaus: Das neue Wartehäuschen an der Bushaltestelle soll aus Stahl und Lärchenholz bestehen und rund 11 000 Euro kosten. Rat Franz Walk (FWG) kritisierte die Kosten: "Wir müssen das einfach schlucken." Bürgermeister Walz wies darauf hin, dass über die Kosten des Ausbaus bereits diskutiert und das Gesamtpaket beschlossen worden sei. Rätin Hildegard Feurich-Kähn (SPD) regte an, die Bushaltstellen im ganzen Ort nach diesem Muster zu gestalten. Auch die Sitzflächen beim Brunnen könnten mit Lärchenholz verkleidet werden - sollte es beim vorliegenden Entwurf bleiben.

Bäume: Die neue Mitte Pfaffenhofens soll grün werden. Rund um den Platz werden viele Bäume gepflanzt. Auf der Liste stehen etwa Spitzahorn, Kirsche und Gleditschie - ein Baum, der es gerne warm hat.

Poller: Um die Stände der Marktleute mit Strom versorgen zu können, soll ein Poller mit Leitungen in den Platz eingebaut werden.

Arbeitskreis: Mitglieder der Stadtratsfraktionen werden demnächst einen Arbeitskreis zum Ausbau bilden. Der Kreis soll künftig kleinere Entscheidungen treffen.

Gegen die fünf Stimmen der Fraktion der Freien Wähler sprach sich der Rat für die vorgetragene Detailplanung aus. Der Brunnen wurde aus dem Beschluss ausgeklammert. Der Ausbau des Platzes soll demnächst mit dem Legen der Kanal- und Wasserleitungen beginnen. Bürgermeister Walz: "Der Winter hat uns etwas aufgehalten."

Plan: Nähere Informationen zum Ausbau des Kirch- und Rathausplatzes gibt es auf der Homepage der Marktgemeinde unter: www.markt-pfaffenhofen.de

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